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Diskussion: Programm für nachhaltigen Verkehr in MV

Wie kann der Nahverkehr im weiten Mecklenburg-Vorpommern für alle funktionieren? Mindestens jede Stunde soll es für jeden Einwohner ab 2030 eine Abfahrt geben - das ist machbar, sagen die Grünen.
Radweg
Eine Frau fährt bei Regen mit einem Fahrrad. © Julian Stratenschulte/dpa/Symbolbild

Nahverkehr mindestens einmal pro Stunde für alle Einwohner, ein 29-Euro-Ticket fürs Land, selbstfahrende Busse - die Grünen arbeiten an einem Programm für nachhaltigen Verkehr in Mecklenburg-Vorpommern. Bei einem Parteitag am 23. September in Güstrow soll der 14-seitige Plan mit dem Titel «Wir machen MV mobil» beraten und beschlossen werden, wie die Landesgeschäftsstelle der Partei am Dienstag in Schwerin mitteilte. Der Leitantrag werde vom Landesvorstand vorgelegt.

Zentraler Bestandteil des Programms sind sieben Schienenprojekte, die aus Sicht der Grünen dringend angegangen werden müssen. So müsse die Südbahn durchgehend von Hamburg über Hagenow, Ludwigslust, Parchim, Waren und Neustrelitz bis nach Neubrandenburg und Stettin befahren werden. Bisher gibt es auf Teilen der Strecke nur einen Saisonbetrieb.

Die Nord-Südbahn von Güstrow bis Meyenburg (Brandenburg) über das Karower Kreuz könne eine «attraktive weitere Verbindung nach Berlin und Rostock» sein, heißt es weiter. Ferner fordern die Grünen eine Anbindung der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst ans Schienennetz, einen zweigleisigen Ausbau der Strecke Rostock - Stralsund, die Südanbindung der Insel Usedom über die Karniner Brücke und einen Ausbau der Strecke Neubrandenburg - Stralsund für Tempo 120. Kreisübergreifende Expressbuslinien und Rufbusse sollen nach Vorstellung der Grünen das Angebot ergänzen.

Bis 2030 soll es so gelingen, für jeden Einwohner des Landes ein mindestens stündliches Nahverkehrsangebot bereitzustellen. Das solle für 29 Euro von allen genutzt werden können. Bisher gibt es ein landesweites 29-Euro-Ticket nur für Auszubildende und Senioren.

Für den Busverkehr sehen die Grünen dem Programm zufolge autonom fahrende Busse als zukunftsweisend an. Mecklenburg-Vorpommern müsse sich um Modellprojekte im ländlichen Raum bewerben, fordert die Partei, die im Landtag in der Opposition ist. «Expert*innen schätzen, ihren zuverlässigen, flächendeckenden Einsatz spätestens zwischen 2028-2035 garantieren zu können», heißt es dort zu Bussen ohne Busfahrer. Der zunehmende Personalmangel in den Verkehrsbetrieben sei eine große Herausforderung. «Wir fordern das Land und die Landkreise auf, zeitnah mehrere Modellregionen für den autonomen Nahverkehr zu schaffen und langfristig den Einsatz desselben zu planen.»

© dpa
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