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Diakonie-Konferenz-Hauptthema: Pflege-Fachkräftemangel

Die Menschen werden immer älter. In vielen Fällen muss Pflege geleistet werden. Doch auch die Pflegebranche bleibt vom demografischen Wandel und dem Fachkräftemangel nicht verschont.
Pflege
Eine Pflegefachkraft hilft in der ambulanten Pflege einer Frau beim Umsetzen. © Sebastian Gollnow/dpa/Symbolbild

Die Landesbischöfin der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland, Kristina Kühnbaum-Schmidt, hat auf die Herausforderungen bei der Personalgewinnung im Pflegebereich hingewiesen. Es gebe einen Wettbewerb um Arbeitskräfte auf dem freien Markt der Wohlfahrtspflege mit marktwirtschaftlichen, neoliberalen Arbeitsbedingungen - und das im Spannungsfeld einer Gesellschaft, in der Menschen zunehmend weniger auf eigene christliche Motivationslagen anzusprechen seien. «Alles andere als eine leichte Aufgabe», sagte die Bischöfin am Mittwoch im Gottesdienst zur Eröffnung der Konferenz Diakonie und Entwicklung in Rostock.

Die Konferenz mit über 110 Delegierten ist das höchste beschlussfassende Gremium des Evangelischen Werkes für Diakonie und Entwicklung, zu dem die Diakonie Deutschland, Brot für die Welt und die Diakonie Katastrophenhilfe gehören. Sie hat als Hauptthema den «Pflege-Fachkräftemangel aus der globalen Perspektive». Bis Ende 2030 gehen laut Diakonie 500.000 Pflegekräfte in Deutschland in den Ruhestand, so dass sich der Fachkräftemangel weiter verschärfe.

Die Bischöfin betonte, für die Personalgewinnung und -sicherung sei es wichtig, dass Gemeinschaft und Sinn erlebbar und Nächsten- und Menschenliebe in Handlungen erfahrbar würden. Wahrscheinlich werde das in Zukunft noch wichtiger werden.

Die Diakonie Deutschland gehört nach eigenen Angaben mit ihren 33 400 Angeboten und einer Kapazität von 1,1 Millionen Betten beziehungsweise Plätzen bundesweit zu den größten Trägern von Einrichtungen für die Pflege, Betreuung und Begleitung von Menschen.

In diesen Einrichtungen kümmerten sich über 627.000 qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter um das Wohl ihrer Mitmenschen. Die Jugendhilfe stellt mit 13.345 Einrichtungen (40 Prozent) den Hauptanteil. Zweitgrößter Bereich ist die Altenhilfe (6344 Einrichtungen, 19 Prozent).

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Dietrich Monstadt verwies am Mittwoch auf die nahezu in allen Versorgungsbereichen der Pflege stark angespannte Situation. «Die Zahl der Pflegebedürftigen wird bis 2035 auf rund 5,6 Millionen Menschen ansteigen. Bereits 2040 könnte es über sechs Millionen Pflegebedürftige geben, während gleichzeitig rund 225 000 Stellen in der Pflege unbesetzt sein werden.» Das jüngst von der CDU/CSU-Fraktion beschlossene Positionspapier «Die Pflege zukunftsfest machen» wolle Lösungsvorschläge aufweisen.

© dpa
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