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Deutsche ReGas chartert Spezialschiff für LNG-Terminal

Noch laufen die Genehmigungsverfahren für das heftig umstrittene Flüssigerdgas-Terminal auf Rügen. Der künftige Betreiber scheint sich seiner Sache aber schon recht sicher.
LNG Terminal
Ein Logo des Hafen Mukran hängt am Abfertigungsgebäude. © Stefan Sauer/dpa

Die Deutsche Regas geht fest davon aus, dass noch in diesem Winter über den Hafen Mukran auf Rügen Erdgas nach Deutschland geliefert wird. Wie das Unternehmen, das bereits im vorpommerschen Lubmin ein Terminal für Flüssigerdgas (LNG) betreibt, am Freitag mitteilte, wurde dafür das Schiff Transgas Power gechartert. «Noch im Winter 2023/24 wird das Spezialschiff am dafür vorgesehenen Liegeplatz 12 im Industriehafen Mukran festmachen», heißt es in der Mitteilung. Dort werde es eingesetzt, um mit Tankern angeliefertes verflüssigtes Erdgas wieder in Gas umzuwandeln und in das Verteilnetz einzuspeisen.

«Mit der Übernahme der Transgas Power gehen wir einen weiteren wichtigen Schritt auf dem Weg zur Realisierung des Energie-Terminals in Mukran», erklärte Regas-Geschäftsführer Ingo Wagner. Das unter maltesischer Flagge fahrende Tankschiff sei erst 2021 in Dienst gestellt worden. Es könne selbst 174.000 Kubikmeter Flüssigerdgas transportieren und im Einsatz als Wandlerstation das LNG pro Jahr in bis zu 7,5 Milliarden Kubikmeter Erdgas umwandeln. Bis zur Stationierung in Mukran bleibe das Schiff zunächst als Transporter im Einsatz. Die erste LNG-Lieferung werde Ende Oktober am Terminal in Lubmin erwartet.

Während schon an der Unterwasserleitung von Mukran nach Lubmin gearbeitet wird, laufen für das heftig umstrittene Terminal in Mukran noch Genehmigungsverfahren. Ende September waren laut Schweriner Umweltministerium Antragsunterlagen dazu bei der zuständigen Genehmigungsbehörde eingegangen. Es geht dabei um eine Genehmigung nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz für die Stationierung und den Betrieb von insgesamt zwei Spezialschiffen, die im Hafen von Mukran per Schiff geliefertes LNG aufnehmen, zurück in den gasförmigen Zustand bringen und über eine Pipeline ins Gasnetz einspeisen sollen.

Gegen das Projekt gibt es auf Rügen heftige Widerstände. Insbesondere die strukturbestimmende Tourismuswirtschaft befürchtet negative Auswirkungen auf die Natur und ihre Branche selbst. Umweltschutzorganisationen erachten den Bau eines weiteren Terminals für den fossilen Brennstoff in Deutschland für nicht notwendig. Zudem sehen sie damit die angestrebte Energiewende hin zu erneuerbaren Quellen wie Wind und Sonne erneut gebremst. Nach Ansicht des Bundes ist das Terminal aber wichtig für die Sicherheit der Energieversorgung auch im Falle eines kalten Winters oder falls andere Lieferwege ausfallen sollten.

© dpa
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