«Sprach-Kita»: Petition zum Erhalt im Bundestag vorgestellt

Die Bemühungen um den Erhalt des Bundesprogramms «Sprach-Kitas» zur Behebung von Sprachdefiziten im Vorschulalter gehen weiter: Am Montag befasste sich der Petitionsausschuss des Bundestags in Berlin mit dem Thema. Die öffentliche Anhörung ging auf eine Initiative der der Kita-Leiterin Wenke Stadach aus Mecklenburg-Vorpommern zurück. Ihre Eingabe zum Erhalt der Sprach-Kitas hatten knapp 280.000 Menschen mit ihren Unterschriften unterstützt - und damit fast sechs Mal so viele wie erforderlich.
Jacken und Rucksäcke hängen in einer Kita im Flur. © Caroline Seidel/dpa/Symbolbild

Mecklenburg-Vorpommerns Bildungsministerin Simone Oldenburg (Linke) wertete die durch die Petition erzwungene Anhörung als weiteren Schritt, das drohende Ende der Bundesförderung abzuwenden. Die zusätzliche sprachliche Förderung von mehr als 500.000 kleinen Mädchen und Jungen in ganz Deutschland sei dringend notwendig, damit sie sich verstehen, verstanden werden und die Welt verstehen können, wie sie sagte. Sprache sei eben der «Schlüssel zur Welt».

Auf Antrag Mecklenburg-Vorpommerns und des Saarlands hatte der Bundesrat Mitte September die Bundesregierung in einem einstimmigen Beschluss aufgefordert, das Bundesprogramm zu verstetigen. Allein in Mecklenburg-Vorpommern werden laut Oldenburg in 140 Sprach-Kitas 171 Fachkräfte für die Sprachförderung mit Hilfe der Bundesmittel finanziert.

Nach dem Willen der Berliner Ampelkoalition soll die gesonderte Förderung aber Ende 2022 auslaufen. Die Sprachförderung soll dann ohne zusätzliche Mittelbereitstellung in das «Kita-Qualitätsgesetz», den Nachfolger des sogenannten Gute-Kita-Gesetzes, integriert werden.

Die Befürworter des gesonderten Programms für Sprach-Kitas hoffen auf ein Einlenken von Bundesfamilienministerin Lisa Paus (Grüne). Zuletzt habe sich die Ministerin auf Druck der Kampagne für eine Überführung des bisherigen Bundesprogramms in die Hände der Länder sowie eine Übergangslösung von Januar bis Ende Juni 2023 ausgesprochen, hieß es von Seiten der Petenten. Eine Lösung sei trotz dieser Aussage aber noch immer nicht in Sicht.

© dpa
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