Energieversorger: Strompreise für Kunden bleiben hoch

Für den kommunalen Energieversorger Teag war das vergangene Jahr eines der schwierigsten. Dennoch gelang ein Abschluss mit stabilem Überschuss. Für Kunden aber könnte es noch lange hohe Energiepreise geben.
Die Flamme eines Gasherdes brennt in einer Küche. © Frank Rumpenhorst/dpa/Symbolbild

Der kommunale Energieversorger Teag rechnet mit weiter hohen Strompreisen für die Kunden. Zwar gebe es derzeit auf den Energiemärkten eine Beruhigung, sagte Vorstandschef Stefan Reindl am Freitag. Aber eine Entwarnung sei das nicht. Große Unternehmen wie die Teag kauften Energie drei Jahre im Voraus. «Und der Kunde bekommt dann von den Energieversorgern einen Durchschnittspreis.» Fakt sei, dass der Preis eine ganze Weile zwei- bis dreimal höher sein werde als vor der Krise. «Daran gibt es nichts zu deuteln.»

Reindl sagte, das vergangene Jahr sei das «schwierigste, anspruchsvollste Jahr, das wir je hatten». Grund seien die Folgen des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine. So musste die Teag als Grundversorger Tausende Kunden neuaufnehmen, deren Stromanbieter die Auswirkungen der Energiekrise nicht mehr bewältigen konnten.

Der Versorger, der zu 100 Prozent in kommunaler Hand ist, schloss nach eigenen Angaben 2022 mit einem Überschuss von rund 68 Millionen Euro ab. Damit liege man ungefähr auf dem Niveau des Vorjahres. Zugleich habe man mit mehr als 200 Millionen Euro eine Rekordsumme investiert.

Der Aufsichtsrat der Teag beschloss, den Thüringer Bürgermeistern eine Dividende von 20 Euro je Aktie vorzuschlagen. Damit würde die Teag auch in diesem Jahr rund 63 Millionen Euro an die Kommunen ausschütten.

Reindl kündigte an, das Investitionsvolumen noch einmal steigern zu wollen - man plane mit etwa 250 Millionen Euro. In den vergangenen Jahren lagen die Investitionen bei durchschnittlich etwa 150 Millionen Euro im Jahr. «Wir haben uns in 22 und 23 auf diese Spur der Verdoppelung des Investitionsvolumens bereits begeben», sagte er. Das Geld soll zu zwei Drittel in die Netze von Strom, Gas, Wasserstoff und Telekommunikation gehen. Ein Drittel soll in grüne Kraftwerke sowie IT und Digitalisierung fließen.

© dpa
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