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Baubranche fordert Investitionsanreize gegen Auftragsflaute

Die Bauwirtschaft leidet unter steigenden Zinsen und wachsenden Materialkosten. Vor allem im Wohnungsbau zeichnet sich trotz Bedarfs an neuem Wohnraum eine Flaute ab. Die Branche ist alarmiert und ruft nach der Politik.
Baustelle
Baukräne stehen auf einer Baustelle in einer Innenstadt. © Christian Charisius/dpa/Symbolbild

Die Bauwirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern erwartet angesichts zusehends einbrechender Nachfrage Unterstützung durch die Politik. «Nur mit schnell wirkenden Investitionsanreizen werden wir verhindern, dass sich der Nachfragerückgang auf die Beschäftigung durchschlägt», erklärte der Präsident des Landesbauverbandes, Thomas Maync, am Mittwoch anlässlich des traditionellen Schweriner Bauklöns.

Die Branche habe auf den über lange Jahre großen Bedarf im Wohnungs-, Wirtschafts- und Straßenbau mit Personalaufbau reagiert und benötige nun Aufträge für die geschaffenen Kapazitäten. Die bisher getroffenen Maßnahmen würden die Nachfrage nicht ausreichend aktivieren. In Mecklenburg-Vorpommern verzeichne die Bauwirtschaft bei den Auftragseingängen ein kräftiges Minus. Viele Unternehmen arbeiteten nur noch ihre Auftragsbestände ab. Die Bauwirtschaft rutsche immer tiefer in die Krise.

«Erst brechen die Baugenehmigungen und die Auftragseingänge ein, dann fehlen uns die dringend benötigten Wohnungen. Der Wohnraummangel führt zu steigenden Miet- und Kaufpreisen, die sich keiner mehr leisten kann», sagte Maync. Das wiederum führe zu sozialem Unfrieden, warnte der Verbandschef. «Für die Politik muss sich daraus ein klarer Handlungsauftrag ableiten. Wenn unsere Branche wie derzeit unter steigenden Zinsen, teuren Baustoffen, fallenden Immobilienpreisen und Fachkräftemangel leidet, kann man sich nicht allein auf Marktmechanismen verlassen. Es gilt, die Bautätigkeit anzukurbeln», forderte Maync.

Vor allem im Wohnungsbau herrscht zunehmend Flaute, weil steigende Zinsen und teure Baustoffe Investitionen bremsen. Im ersten Halbjahr wurden laut Verband 28,9 Prozent weniger Baugenehmigungen erteilt. Wie aus der Halbjahres-Statistik hervorgeht, lag der Umsatz im Wohnungsbau in den ersten sechs Monaten dieses Jahres um knapp drei Prozent unter dem Vorjahreswert. Das Volumen der Auftragseingänge für den Bau neuer Wohnungen lag um fast 21 Prozent unter dem Wert des Vorjahreszeitraums. Weitgehend stabil zeigten sich bislang der von Bund, Land und Kommunen finanzierte öffentliche Bau sowie der Wirtschaftsbau.

© dpa
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