Steinmeier würdigt Laienmusik-Tradition

Musik kann so viel. Beruhigen. Gute Laune machen. Trösten. Und sie kann auch für Zusammenhalt sorgen. Das beweisen immer wieder Chöre und Orchester. Einige von ihnen schon seit 100 Jahren. Dafür gab es nun Plaketten und lobende Worte vom Bundespräsidenten Steinmeier.
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier spricht beim Festakt der Tage der Chor- und Orchestermusik. © Jens Büttner/dpa

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat die lange Tradition der Laienmusik in Deutschland gewürdigt und deren positiven Einfluss auf die Gesellschaft hervorgehoben. Deutschland sei ein Musikland, in dem Millionen Menschen in ihrer Freizeit singen und musizieren «und das eben am liebsten gemeinsam mit anderen», sagte Steinmeier am Sonntag in der Konzertkirche in Neubrandenburg.

Dort wurden am Mittag die Zelter- und Pro-Musica-Plaketten stellvertretend für 63 Chöre und 44 Orchester an je einen Chor und ein Instrumentalensemble verliehen. In diesem Jahr seien dies der Gemischte Chor Mahlow 1912 aus dem brandenburgischen Mahlow und das Berliner Ärzte-Orchester.

Musik habe viele Menschen durch schwere Zeiten gebracht, sagte der Bundespräsident weiter. «Die Musik hat in den vergangenen zwei Jahren vielen von uns geholfen, die «Schwerkraft der Melancholie» zu überwinden und besser durch die einsamen und bedrückenden Tage zu kommen.» Zugleich hätten Millionen Menschen in der Coronapause das gemeinsame Musikerlebnis, das öffentliche Musikleben schmerzlich vermisst. «Wir haben in der Pandemie beides erfahren: dass die Welt Lieder braucht, dass sie aber auch das gemeinsame Musikerlebnis braucht. Mit anderen Worten: Immer nur auf dem Heimtrainer zu singen oder auf Youtube mit seinen Tubakünsten anzugeben, ist auf die Dauer auch keine Lösung.»

Steinmeier dankte in dem Zusammenhang allen Menschen, die in ihrer Freizeit dafür sorgen, dass «die Musik in unserem Land nicht verklingt». Sie alle stifteten Lebensfreude, und sie förderten nicht zuletzt den Zusammenhalt unserer Gesellschaft.

Die ausgezeichneten Gesangsvereine, Kirchenchöre, Blas- und Zupfensembles, Streich- und Sinfonieorchester aus allen Bundesländern können auf eine mindestens hundertjährige Geschichte zurückblicken. Es sind die höchsten Ehrungen für Amateurmusiker. Die Ehrungen gibt es seit 1956 beziehungsweise 1968.

© dpa
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