Kernenergie: Auch nicht radioaktiver Abfall braucht Platz

Vertreter der Kernenergiebranche haben im Zusammenhang mit dem Rückbau von Kernkraftwerken auf die notwendige Entsorgung auch nicht radioaktiven Abfalls hingewiesen. «Ohne Deponien und Müllverbrennungsanlagen funktioniert kein Rückbau», teilte der Energiekonzern RWE mit. Vom Verband Kerntechnik Deutschland hieß es: Kreise und gegebenenfalls Länder müssten für ausreichend Deponieraum für Bauschutt sorgen.
Blick auf ein Kernkraftwerk mit seinem Kühlturm. © Friso Gentsch/dpa/Symbolbild

Nach Aussage eines Sprechers des Verbands gebe es Fälle, in denen Deponien Bauschutt unter Verweis auf Sicherheitsbedenken abgelehnt hätten, obwohl dieser Schutt nach entsprechenden Messungen als unbedenklich eingestuft wurde. Sogenannte freigemessene Abfälle machten den weitaus größten Anteil des Materials aus, der beim Rückbau anfalle. Er vermute hinter solchen Vorbehalten auch die Absicht, Deponiekapazität zu schonen. In einem Fall hätte Schutt über weite Strecken in ein anderes Bundesland gefahren werden müssen.

Von RWE hieß es: «Wenn der Abbauprozess nicht ins Stocken kommen soll, braucht es gesicherte Entsorgungspfade für alles, was nicht recycelt werden kann.» Aktuell läuft etwa in Baden-Württemberg eine Auseinandersetzung zwischen Land und einem Landkreis über die Aufnahme freigemessenen Abfalls. In Lübeck gab es eine ähnliche Auseinandersetzung.

Im vorpommerschen Lubmin, wo nach Angaben der zuständigen Entsorgungswerk für Nuklearanlagen GmbH (EWN) der größte Rückbau eines Kernkraftwerks in Europa erfolgt, habe man keine Probleme mit der Entsorgung von Bauschutt. Dort wird die Abbaumasse auf etwa 1,8 Millionen Tonnen geschätzt. Nicht alles davon ist Bauschutt. Für 1,2 Millionen Tonnen davon bestünden keine Beschränkungen wegen Radioaktivität.

© dpa
Weitere News
Top News
Tv & kino
Fernsehen: Ex-RTL-Manager wird ProSiebenSat.1-Chef
Tv & kino
Hollywood: Sklaven-Drama «Emancipation» mit Will Smith kommt ins Kino
Fußball news
Untersuchung: Bericht: Systematische Belästigung von US-Fußballerinnen
Tv & kino
Fernsehen: ProSiebenSat.1-Chef Rainer Beaujean geht
Auto news
Maserati Gran Turismo: Schön elektrisch
Internet news & surftipps
Finanzen: Bitcoin: Virtuelles Schürfen wird immer klimaschädlicher
Handy ratgeber & tests
Featured: Archero-Tipps: Gibt es Cheats oder Promo-Codes für das Handyspiel?
Handy ratgeber & tests
Featured: Gibt es Promo-Codes im Oktober 2022 zu RAID: Shadow Legends?
Empfehlungen der Redaktion
Wirtschaft
Atomkraft: «Vielen Dank, keine Kontamination»: Das Kernkraft-Nachspiel
Regional hessen
Atomkraft: Deponie-Suche für AKW-Abfall hakt
Regional mecklenburg vorpommern
Atomkraft: Backhaus bekräftigt Nein zu längeren AKW-Laufzeiten