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Asylzahlen in MV auf höchstem Stand seit Jahren

So viele Menschen wie seit 2016 nicht mehr haben 2023 in Mecklenburg-Vorpommern einen Asylerstantrag gestellt. Bundesweit sieht die Entwicklung ähnlich aus.
Flüchtlingsheim in Mecklenburg-Vorpommern
Eine geschlossene Schranke blockiert die Zufahrtsstraße zur Erstaufnahmeeinrichtung. © Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

Im vergangenen Jahr haben in Mecklenburg-Vorpommern so viele Menschen einen Asylerstantrag gestellt wie seit Jahren nicht mehr. Von Januar bis November 2023 waren es rund 5700 Anträge und somit mehr als jeweils in den vollständigen Jahren von 2017 bis 2022, wie das Innenministerium in Schwerin auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Zahlen für das gesamte Vorjahr lagen noch nicht vor.

2015/16 beantragten im Zuge der Flüchtlingskrise besonders viele Menschen Asyl. 2015 waren es in MV knapp 19.000 Asylerstanträge, 2016 knapp 7300. Menschen aus dutzenden Ländern stellten im vergangenen Jahr im Nordosten einen Erstantrag. Häufig kamen diese aus Syrien (1742), der Türkei (1026), Afghanistan (957) sowie Russland (250).

Eine Sprecherin des Innenministeriums sagte, dass die reguläre Kapazität der Erstaufnahmeeinrichtung von bisher 1200 Plätzen verdoppelt werden solle. An den Standorten der Erstaufnahmeeinrichtung in Nostorf-Horst und Stern Buchholz würden derzeit weitere Notunterkünfte vorbereitet. Dadurch könnten weitere 570 Plätze geschaffen werden.

Bereits im Sommer vergangenen Jahres hatten Kommunen und Landkreise das Land aufgefordert, die Erstaufnahmekapazitäten zu erhöhen, um mehr Zeit zu gewinnen, die benötigten Wohnungen und Sammelunterkünfte herzurichten. Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) hatte im November gesagt, dass die Aufnahme von Geflüchteten in den Kommunen an ihre Grenzen stoße.

Auch bundesweit war im vergangenen Jahr eine deutliche Zunahme der Asylerstanträge zu verzeichnen. Rund 329.000 Menschen haben 2023 in Deutschland einen solchen Antrag gestellt - etwa 50 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, wie das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) jüngst mitteilte. Die mehr als eine Million Flüchtlinge aus der Ukraine, die seit Kriegsbeginn Ende Februar 2022 nach Deutschland kamen, sind in der aktuellen Statistik nicht erfasst, da sie kein Asyl beantragen müssen. Laut Innenministerium hielten sich mit Stand 1. Oktober 2023 rund 24 100 ukrainische Kriegsvertriebene in Mecklenburg-Vorpommern auf.

Nach der Bamf-Statistik stellten im vergangenen Jahr insgesamt fast 352.000 Menschen einen Asylantrag in Deutschland - so viele wie seit 2016 nicht mehr. Damals waren es mehr als doppelt so viele. 23.000 der Asylanträge waren nach Bamf-Angaben im zurückliegenden Jahr Folgeanträge. Von einem Folgeantrag spricht man, wenn eine Person nach einem abgelehnten oder zurückgezogenen Asylantrag einen neuen Antrag stellt.

© dpa
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