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Anteil chronischer Schmerzpatienten über Bundesdurchschnitt

Dauerhafte Schmerzen sind belastend. Wie eine Erhebung der Barmer-Ersatzkasse ergab, sind in Ostdeutschland Menschen besonders häufig betroffen.
Schmerzpatienten
Ein Schild weist den Weg zum Wartebereich der Schmerzambulanz eines Universitätsklinikums. © Martin Schutt/dpa

In Mecklenburg-Vorpommern leiden Patienten häufiger an chronischen Schmerzen als im Bundesdurchschnitt. Wie aus Zahlen der Barmer-Ersatzkasse hervorgeht, klagen im Nordosten im Schnitt von 10.000 Einwohnern 642 länger als sechs Monate über starke Schmerzen. Bundesweit liege die Zahl bei 571 und damit etwa zwölf Prozent niedriger.

Dabei zeigt sich auch in Mecklenburg-Vorpommern eine deutliche regionale Spreizung. Am geringsten ist die Rate laut Barmer im Kreis Nordwestmecklenburg mit 602 Betroffenen und am höchsten in Schwerin mit 827 Betroffenen je 10.000 Einwohnern. In Ostdeutschland sind chronischen Schmerzen laut Barmer weiter verbreitet als in den westlichen Bundesländern.

«Schmerz macht den Alltag zur Tortur. Betroffene benötigen im Bedarfsfall eine ganzheitliche, multimodale Schmerztherapie. Sie soll verhindern, dass sich der Schmerz noch weiter chronifiziert», erklärte Barmer-Landesgeschäftsführer Henning Kutzbach. Wichtig sei daher eine umfassende Diagnostik, um gezielt reagieren zu können. Denn Schmerz habe viele Facetten und in der Regel nicht nur eine Ursache.

Wie die Erhebungen des Barmer-Instituts für Gesundheitssystemforschung weiter zeigen, tritt chronischer Schmerz nicht erst im Alter auf, aber vor allem dann. So litten in Mecklenburg-Vorpommern in der Altersgruppe der 40- bis 49-Jährigen 352 von 10.000 Einwohnern unter der Erkrankung. Bei den 50- bis 59-Jährigen seien es schon 813.

Besonders verbreitet ist chronischer Schmerz der Studie zufolge bei Beschäftigten in der öffentlichen Verwaltung. Dort liege die Rate bei 441 je 10.000 Mitarbeitern. Danach folgten die Bereiche Erziehung und Unterricht mit 364 sowie Gesundheits- und Sozialwesen mit 360 Betroffenen je 10.000.

«Gerade für Berufstätige ist es wichtig, dass sie eine multimodale Schmerztherapie auch berufsbegleitend durchführen können. So vermeiden sie längere Arbeitsunfähigkeiten und integrieren die erlernten Fähigkeiten direkt in den Alltag», erklärte Kutzbach. Zudem verwies er darauf, dass dauerhafte Schmerz auch das seelische Gleichgewicht stören können. So litten bundesweit 39 Prozent der Menschen mit chronischem Schmerz auch an Depressionen.

Den Erhebungen lagen Krankendaten der Barmer zugrunde. Als größte Ersatzkasse in Mecklenburg-Vorpommern sind bei ihr im Land 267.000 Menschen versichert. Damit ist etwa jeder sechste Einwohner Mecklenburg-Vorpommerns erfasst.

© dpa
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