Schwesig erneuert Forderung nach Energiepreisdeckel

Bei Güstrow zeigen Landwirte, Köche und Techniker, was die Agrar- und Ernährungsbranche zu bieten hat. Das Wetter brachte die Messe Mela allerdings kurzzeitig fast zum Erliegen.
Ministerpräsidentin Manuela Schwesig gibt dem Messemaskottchen Kleeo die Hand. © Bernd Wüstneck/dpa

Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat die Eröffnung der Agrarmesse Mela genutzt, um ihre Forderung nach einem Energiepreisdeckel zu bekräftigen. Ein Preisdeckel für die Energiegrundversorgung von Bevölkerung und Betrieben fehle im Entlastungspaket des Bundes, sagte die SPD-Politikerin am Donnerstag zur Eröffnung der Mela in Mühlengeez (Landkreis Rostock) vor mehreren Hundert Zuschauern. Die Energiekrise treffe auch die Land- und Ernährungswirtschaft hart. Die Landesregierung wolle die Agrarbranche, die «existenziell wichtig sei», aber stark halten. «Ohne sie hätten wir kein Brot, kein Fleisch, keine Kartoffeln oder Milch auf dem Tisch.»

Bauern könnten nicht so leicht Strom sparen, sagte die SPD-Politikerin. Milchkühlung oder Gewächshäuser könne man nicht einfach abschalten. Der Landesbauernverband hatte mehrfach betont, dass die hohen Treibstoff- und Energiepreise die Branche härter treffen als die Corona-Krise, und Hilfen verlangt. «Wir stehen vor riesigen Herausforderungen», sagte Verbandspräsident Detlef Kurreck mit Blick auf politische Entscheidungen in Berlin und Brüssel. Die Agrarbranche brauche Vorgaben, die ihr eine Zukunft gäben, und nicht ständig neue Einschränkungen, wie zuletzt bei Düngeregeln.

Bis Sonntag zeigen rund 800 Aussteller aus dem In- und Ausland bei der Mela, darunter 32 neue Aussteller, modernste Agrartechnik, geben Energietipps und gewähren Einblicke in Tierhaltung und die Verarbeitung von Getreide, Obst, Gemüse und Fleisch - sogar in Kochstudios. Besuchermagnete sind die Vorführungen der Tierzuchtverbände. Insgesamt werden auf der Mela rund 1000 Tiere aus mehr als 200 Rassen gezeigt, darunter Pferde, Fleisch- und Milchrinder mit Kälbern, Schafe, Geflügel und Kaninchen. Wegen der Afrikanischen Schweinepest dürfen Schweine nicht gezeigt werden.

Parallel zur Mela findet wieder die Messe «Pferd und Hund» statt. «Tier der Mela» ist das Punktschecken-Kaninchen. Rund 130 dieser Tiere, die in verschiedenen Rassen gezüchtet werden, sind zu sehen. Das Spektrum reicht von Kleinschecke, die drei Kilogramm wiegt, bis zur Riesenschecke mit 8,5 Kilogramm Gewicht. Als Punktschecken werden sie wegen ihrer markanten Fellzeichnung bezeichnet.

Am ersten Messetag mussten die Besucher ab Mittag auch längere Regenperioden und einen Stromausfall nach Starkregen in Kauf nehmen.

Im vergangenen Jahr mussten Gäste am Einlass noch Corona-Impf- oder -Testnachweise vorzeigen. Das war in diesem Jahr nicht der Fall. Die Mela hatte vor Corona mehr als 60.000 Besucher und ist laut Landesagrarminister Till Backhaus (SPD) die wichtigste Messe im Nordosten Deutschlands. Auf Fachforen sollen auch aktuelle Energie- und Kostenprobleme der Branche mit 50.000 Beschäftigten sowie die Ernährungssicherheit diskutiert werden.

Regierungschefin Schwesig war gegen Mittag wieder nach Schwerin unterwegs, will aber am Samstag noch einmal kommen. «Es gibt keinen Termin im Land, der mit so tollen Tieren beginnt», sagte Schwesig mit Blick auf die Tierschau hinter sich.

© dpa
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