Grüne verteidigen Verschiebung von EU-Regeln zur Fruchtfolge

Der Fraktionsvorsitzende der Grünen im Schweriner Landtag, Harald Terpe, hat die vom Bund geplante spätere Umsetzung von EU-Regeln zur Fruchtfolge gegen Kritik von Landwirtschaftsminister Till Backhaus (SPD) verteidigt. «Es ist eine schwierige Abwägung, auf welche Weise wir der durch den Krieg drohenden Nahrungsmittelknappheit begegnen», sagte Terpe am Donnerstag in Schwerin. Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir (Grüne) habe sich für eine nachvollziehbare Variante mit verlängertem Weizenanbau entschieden und bekomme dafür Unterstützung durch die Landwirte.
Harald Terpe, Fraktionschef der Grünen im Landtag von Mecklenburg-Vorpommern, spricht im Landtag. © Jens Büttner/dpa/Archivbild

Backhaus sieht in den EU-Plänen, die eigentlich ab 2023 greifen sollen, einen wichtigen Beitrag, «um den Hunger in der Welt abzumildern und gleichzeitig Monokulturen vermeiden». Die Landwirtschaftsbetriebe bräuchten zudem endlich Planungssicherheit. Mit Blick auf Özdemir sagte Backhaus: «Flächen einerseits nur für Tierfutter zu nutzen und gleichzeitig an anderer Stelle wertvolle Böden weiter auszubeuten, ist ein Irrweg.»

Özdemir setzt sich angesichts angespannter Getreidemärkte wegen des Ukraine-Krieges dafür ein, EU-weite Vorgaben für den Wechsel von Ackerpflanzen zu verschieben. Konkret geht es um 2023 greifende EU-Vorgaben, wonach der Anbau derselben Ackerpflanze zwei Jahre in Folge auf derselben Fläche zum Bodenschutz grundsätzlich nicht mehr möglich ist. In der Regel müsste dann nach Weizen im Folgejahr etwa Mais oder Raps angebaut werden. Infolge des Krieges in der Ukraine, die ein wichtiger Weizenexporteur ist, sind die internationalen Märkte angespannt, und die Preise steigen. Zudem gehen Energie- und Düngerkosten hoch.

© dpa
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