Rostock kassiert bittere Heimpleite: 0:3 gegen SC Paderborn

Hansa Rostocks Hoffnungen auf den vierten Heimsieg bleiben unerfüllt. Beim 0:3 gegen Paderborn spielt die Härtel-Elf eine Halbzeit lang viel zu verhalten. Am Ende fällt die Niederlage zu hoch aus.
Rostocks Trainer Jens Härtel steht am Spielfeldrand. © Daniel Reinhardt/dpa/Archivbild

Hansa Rostocks Hoffnungen auf den vierten Heimsieg haben sich nicht unerfüllt. Im Gegenteil: Der Fußball-Zweitligist unterlag am Samstag gegen den SC Paderborn glatt mit 0:3 (0:1) und verpasste damit die Gelegenheit, sich weiter von der Abstiegszone abzusetzen. «Es war ein sehr bitterer Nachmittag für uns. Das Ergebnis ist ein oder zwei Tore zu hoch. Wir haben zwar Fehler gemacht, aber ganz große Vorwürfe kann ich dem Team nicht machen», sagte Hansa-Trainer Jens Härtel.

Ron Schallenberg (19. Minute) sowie Robert Leipertz (80.) und Marvin Pieringer (88.) erzielten vor 25.000 Zuschauern im Ostseestadion die Tore für die Ostwestfalen, die nach zuvor zwei Pleiten erstmals wieder gewannen und ihren dritten Platz festigten.

In einer taktisch geprägten Partie sahen sich die ersatzgeschwächten Hausherren, die unter anderem ihre beiden Mittelstürmer John Verhoek und Lukas Hinterseer ersetzen mussten, gegen die stärkste Offensive der Liga wie erwartet in die Defensive gedrängt. Eine gute Viertelstunde ging das gut, dann aber nutzte Schallenberg die erste Chance der Gäste zur Führung.

Hansa-Torhüter Markus Kolke hatte gegen den Distanzschuss des Mittelfeldspielers aus knapp 20 Metern ins linke untere Eck keine Abwehrmöglichkeit. Vorausgegangen war eine verunglückte Kopfballabwehr von Hansa-Verteidiger Frederic Ananou, der dem Torschützen den Ball praktisch genau auf den Fuß servierte.

Ananous Patzer blieb der einzige der kompakten Rostocker Abwehr in der ersten Halbzeit. Kolke wurde nicht ein einziges Mal ernsthaft geprüft. Sein Gegenüber Jannik Huth zum Leidwesen der euphorischen Kulisse allerdings lange auch nicht. Erst gute fünf Minuten vor der Pause tauchten Hansas Angreifer zweimal gefährlich vor Huths Gehäuse auf. Die beste Gelegenheit vergab Svante Ingelsson, der aus Nahdistanz in Huth sein Meister fand.

Nach dem Wiederanpfiff steigerten sich die Gastgeber und beeindruckten den Gegner mit frühem Pressing und energischem Zweikampfverhalten. Zwingende Gelegenheiten zum Ausgleich sprangen aus den Bemühungen jedoch nicht heraus. Dagegen schloss Leipertz zehn Minuten vor Schluss einen glänzend ausgespielter Konter zur Vorentscheidung für die spielerisch überlegenen Ostwestfalen. Danach schraubte Pieringer das Ergebnis noch in eine Höhe, die nicht dem Spielverlauf entsprach.

© dpa
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