Polizei trennt Fans: Pyrotechnik gezündet

Nach dem Hochrisikospiel in der 2. Fußball-Bundesliga zwischen dem FC Hansa Rostock und dem FC St. Pauli (1:0) haben am späten Samstagabend einige Fans der rivalisierenden Clubs versucht, die Konfrontation zu suchen. Sie seien aber von der Polizei voneinander getrennt worden, erklärte die Rostocker Polizeisprecherin Dörte Lembke. Mit Shuttlebussen seien 2300 Kiezclub-Anhänger zum Hauptbahnhof gebracht und entweder in Züge gesetzt oder zu ihren parkenden Fahrzeugen und Bussen geleitet worden.
Polizisten stehen vor der Partie am Hauptbahnhof bei der Ankunft der Fans aus Hamburg. © Frank Molter/dpa

In der Halbzeitpause der Begegnung beider Nordvereine war es zu ersten Auseinandersetzungen gekommen. Fans beider Teams hatten sich hinter der Südkurve des Ostseestadions versammelt und bewarfen sich gegenseitig mit Pyrotechnik. Die Polizeibeamten griffen ein und drängten die Randalierer zurück in ihre Stadionbereiche. «Zwischenzeitlich wurde versucht, die Zäune zu überwinden. Das konnten die Beamten verhindern», sagte Lembke. Hansas Vereinsvorsitzender Robert Marien versuchte zu schlichten.

Vor der Partie war es weitgehend friedlich geblieben. Ein Sonderzug aus Hamburg hatte 900 St.-Pauli-Anhänger nach Rostock gebracht. Diese wurden mit Bussen vom Hauptbahnhof zum Stadion gefahren. Zu Spielbeginn wurde im Hamburger Block Pyrotechnik gezündet.

Das Großaufgebot an Polizei aus mehreren Bundesländern achtete auf strikte Trennung der rivalisierenden Fanlager. Wegen der Pufferzonen zwischen den Fanlagern war die Stadionkapazität von 29.000 auf 25.000 Plätze reduziert worden. Im Umfeld der Arena waren Wasserwerfer positioniert worden. «Wir wollen jedwede Konfrontation vermeiden», sagte Lembke. Bei Spielen zwischen beiden Vereinen hatte es in der Vergangenheit zumeist massive Ausschreitungen gegeben.

Mehrere Stunden vor dem Spiel hatten Unbekannte an einer Wildbrücke über der Autobahn A20 fünf Schweinsköpfe und ein Graffito mit den Worten «St. Pauli Schweine» abgebracht. Diese ließ die Polizei durch die Feuerwehr entfernen.

© dpa
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