Neuer Hansa-Trainer Glöckner soll «Impulse gebenn»

Hansa Rostock hat einen neuen Trainer. Patrick Glöckner folgt auf Jens Härtel. Der Neue hat «eine gewisse Qualität» im Hansa-Team ausgemacht und will im Jahresendspurt Impulse geben.
Mannheims damaliger Trainer Patrick Glöckner gestikuliert. © Uwe Anspach/dpa/Archiv

Der Trainerwechsel beim FC Hansa Rostock ging im Eiltempo über die Bühne. Patrick Glöckner heißt der neue Chefcoach des Fußball-Zweitligisten, der am Montag das erste Training am Ostseestadion leitete. Einen Tag zuvor hatte noch Vorgänger Jens Härtel die Übungseinheit der Rostocker koordiniert. Kurz danach war ihm die Trennung verkündet worden. Schon am nächsten Tag stand der Neue auf dem Trainingsplatz. Als würde jede Minute im Kampf gegen den Abstieg zählen, drückt Sportvorstand Martin Pieckenhagen auf die Tube.

«Der erste Trainingseindruck war sehr positiv. Es wurden sehr viele Dinge angesprochen. Ich bin positiv gestimmt», sagte Glöckner. Der 45-Jährige ist in der 2. Liga ein unbeschriebenes Blatt. Zwei Jahre war er zuletzt Coach des Drittligisten Waldhof Mannheim, seit Sommer dieses Jahres hatte er keinen Job. In Mannheim betrug sein Punkteschnitt 1,68 in 88 Spielen. Zuvor hatte er bei den Drittligisten Chemnitzer FC und Viktoria Köln den Posten des Cheftrainers bekleidet. Hansa Rostock ist die größte Bewährungsprobe für den gebürtigen Bonner. Zuletzt war er auch bei der SpVgg Greuther Fürth und dem 1. FC Saarbrücken im Gespräch.

Beim Heimspiel gegen den 1. FC Nürnberg wird er am Mittwochabend(18.30 Uhr/Sky) seinen Punktspiel-Einstand geben. Als letzte Partie dieses Jahre steht am Samstag (20.30 Uhr/Sky und Sport1) die Begegnung beim Aufsteiger Eintracht Braunschweig auf dem Programm.

«Wir hätten auch diese zwei Spiele noch abwarten können», sagte Pieckenhagen. Jedoch soll Glöckner «Eindrücke mitnehmen» und «Inspirationen in dieser Woche» erhalten, wie der Sportvorstand es formulierte. Glöckner betonte, er wolle die Mannschaft in der englischen Woche hauptsächlich von der mentalen Seite betreuen, ihr «Impulse geben und den einen oder anderen Anker entfernen».

Pieckenhagen war schon seit Wochen unzufrieden mit dem Kurs der Hanseaten. Es sei «Zeit für Veränderungen und neue Impulse», hatte er am Sonntagabend mitgeteilt und ergänzte am Tag darauf: Die Beurlaubung Härtels sei ein Prozess aus «etlichen Gesprächen» mit dem Trainer gewesen. «Nicht immer ist der Tabellenstand entscheidend», meinte Pieckenhagen und deutete Meinungsverschiedenheiten mit Härtel an.

Härtel wird vorgeworfen, die Mannschaft in dieser Saison nicht weiterentwickelt zu haben. Beobachter sehen trotz personeller Verstärkung des Teams in dieser Saison keine spiel-taktischen Fortschritte und in Härtel den Grund für die Stagnation. Nachfolger Glöckner meinte: «Ich kenne die Mannschaft aufgrund des Fernsehens und der Live-Auftritte in- und auswendig. Von daher habe ich eine gewisse Qualität gesehen, die ich gerne fördern möchte.»

Härtel hatte Hansa Rostock seit Januar 2019 betreut und im Mai 2020 zum Aufstieg in die 2. Liga geführt. In dieser Saison ist die Mannschaft Tabellenzwölfter mit 17 Punkten nach fünf Siegen zwei Unentschieden und acht Niederlagen. Zum vergleichbaren Zeitpunkt des Vorjahres war sie Elfter mit 18 Punkten. Hansa trennte sich auch von Co-Trainer Ronny Thielemann. Der 48-Jährige war im Januar 2019 gemeinsam mit Härtel vom 1. FC Magdeburg zum FC Hansa gewechselt.

© dpa
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