Hessischer Einzelhandel verliert real Umsatz zu Weihnachten

Trotz hoher Energiepreise und Inflation rechnen Hessens Händler mit einem ansprechenden Weihnachtsgeschäft. Doch auch ohne Corona-Beschränkungen werden frühere Umsätze nicht erreicht.
Die Umrisse einer Passantin spiegeln sich in einem Schaufenster. © Christoph Soeder/dpa/Symbolbild

Trotz durchgehend geöffneter Geschäfte rechnet Hessens Einzelhandel im laufenden Weihnachtsgeschäft mit real sinkenden Umsätzen. Der Handelsverband Hessen veröffentlichte am Mittwoch seine Prognose von 10,5 Milliarden Euro Umsatz für die Monate November und Dezember zusammen. Das sind zwar nominal 5,4 Prozent mehr als im corona-geprägten Vorjahreszeitraum, nach Preisbereinigung dürfte das Geschäft aber um 4 Prozent schrumpfen, berichtete der Verband in Frankfurt.

Für das Gesamtjahr rechnen die Händler mit 55 Milliarden Euro, was im Vergleich zu 2021 ein nominales Plus von 7,5 Prozent bedeuten würde. Auch hier sei wie im Bund kein wirkliches Wachstum zu erwarten. «Die Umsätze wurden durch die Inflation relativiert. Diese Tatsache tut vielen Händlern weh», erklärte Verbandspräsident Jochen Ruths.

Seine Stellvertreterin Tatjana Steinbrenner berichtete von hohem Kostendruck auf die einzelnen Unternehmen. Zwar machten die Energiekosten zu normalen Zeiten im Handel nur 2 Prozent der Kosten aus. Gleichwohl seien die knappen Margen bedroht, wenn Strom auf einmal das Dreifache koste und die heimischen Stadtwerke keine längerfristigen Lieferverträge mehr anböten. Mehr als ein Drittel der Händler sehe sich in der wirtschaftlichen Existenz bedroht.

Gleichwohl registriert der Verband eine leichte Erholung des stationären Handels im Vergleich zum Jahresende 2021, als die Geschäfte teils noch mit «2G-Bändchen» versuchten, gegen Corona geimpfte Kunden in die Geschäfte zu locken. Laut Prognose wird der zuletzt stark genutzte Online-Handel bundesweit auch nominal zurückgehen, während die stationären Geschäfte einen Teil des Geschäfts wieder reinholen. Doch auch sie können längst nicht mehr auf den Vertriebskanal über das Internet verzichten, stellte Steinbrenner klar. Das habe sich bereits in dieser Woche mit dem Rabatt-Tag «Black Friday» gezeigt.

© dpa
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