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Wieder Nachwuchs bei Rüdesheimer Wölfen nachgewiesen

Seit dem Frühjahr läuft der aktuelle Beobachtungszeitraum für Wölfe, in Hessen sind vier Wolfsterritorien bereits bestätigt. Zudem muss im ganzen Bundesland mit durchziehenden Wölfen gerechnet werden.
Ein Wolf steht in einem Gehege
Ein Wolf steht in einem Gehege. © Bernd Thissen/dpa/Symbolbild

Im Rheingau-Taunus-Kreis sind dieses Jahr mindestens zwei Wolfswelpen geboren worden. Sie wurden im Hinterlandswald von einer angebrachten Kamera des Hessischen Landesamts für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) fotografiert, wie das Amt am Freitag mitteilte. Es sei das dritte Jahr in Folge, dass Wölfe in dem Territorium Rüdesheim Welpen bekommen hätten, insgesamt seien nun sechs Nachkommen nachgewiesen. Die Jungtiere wandern jeweils im Alter von 10 bis 22 Monaten ab, um einen Geschlechtspartner und ein eigenes Territorium zu finden.

Das Rüdesheimer Elternpaar lebt seit dem Monitoringjahr 2020/2021 in der Region. Der Beobachtungszeitraum beginnt stets am 1. Mai und endet am 30. April des Folgejahres, damit orientiert er sich an der Biologie der Wölfe, die Anfang Mai ihre Welpen zur Welt bringen.

Im vergangenen Jahr waren in Hessen mindestens zwölf Wolfswelpen geboren worden, ein Jahr zuvor waren es drei Tiere gewesen. Ein Wurf besteht in der Regel aus vier bis sechs Tieren. Die Sterblichkeit ist wegen Krankheiten und Verkehrsunfällen hoch. Statistisch gesehen beträgt die Reproduktionsrate eines Wolfs zwischen 20 und 30 Prozent.

Im laufenden Beobachtungszeitraum wurden den Angaben zufolge bislang vier der insgesamt sechs Wolfsterritorien in Hessen bestätigt, außer in Rüdesheim auch im nordhessischen Spangenberg, im mittelhessischen Butzbach sowie auf dem Truppenübungsplatz Wildflecken an der hessisch-bayerischen Landesgrenze. Es sei in ganz Hessen jederzeit mit durchziehenden Wölfen zu rechnen, so das HLNUG. Weidetierhalter seien aufgerufen, «unbedingt für einen sachgerechten Schutz ihrer Tiere zu sorgen».

Zuletzt wurden in Hessen sieben Wolfsangriffe auf Nutztiere im Juli und August sicher bestätigt, alle im Main-Kinzig-Kreis. Dabei wurden insgesamt eine Ziege und sieben Schafe getötet und zwei weitere Schafe verletzt. In allen Fällen ließ sich die DNA einer Wölfin sicherstellen, die erstmals im April dieses Jahres in Hessen nachgewiesen worden war. Aus welchem Elternterritorium das Tier stammt, ist laut HLNUG nicht bekannt.

© dpa
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