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Weiter Aktivisten auf Dach von Frankfurter Druckerei

Am Wochenende haben Aktivisten auf dem Dach der ehemaligen Dondorf-Druckerei ausgeharrt. Aus Sicherheitsgründen will die Polizei nicht räumen.
Dondorf-Druckerei
Dondorf-Druckerei. © Andreas Arnold/dpa/Archivbild

Die Besetzung der einstigen Dondorf-Druckerei in Frankfurt hat am Wochenende angedauert. Am Sonntag befanden sich acht Menschen auf dem Dach des besetzten Gebäudes, wie ein Polizeisprecher sagte. Die Lage vor Ort sei unverändert. Die Polizei schließe eine Räumung gegen Widerstände der Aktivisten aus Sicherheitsgründen aus, hieß es.

Die Besetzung durch das Kollektiv «Die Druckerei» ist bereits die zweite in diesem Jahr und dauert seit rund einer Woche. Nach einer Räumung der Innenräume des Gebäudes durch die Polizei hatte sich eine Gruppe von Aktivisten auf das Dach begeben, einige von ihnen verließen es in der Zwischenzeit.

Die Gruppe fordert den Erhalt des Gebäudes als Industrie- und Kulturdenkmal. Es soll abgerissen werden, um Platz für einen Neubau des Max-Planck-Instituts für empirische Ästhetik (MPIEA) zu schaffen. In dem Gebäude, das dem Land Hessen gehört, hatte sich zuletzt das Institut für Kunstpädagogik der Goethe-Universität befunden.

Das Kollektiv kritisierte am Sonntag in einer Mitteilung, die Polizei habe den Besetzerinnen und Besetzern seit mehr als 72 Stunden den «Zugang zu Wasser, Nahrung, Wärme und juristischer Hilfe verwehrt». Die polizeilichen Maßnahmen wertete das Kollektiv als Gewahrsam. Es sei eine Strategie der Polizei, «dass die Menschen wegen physischer Probleme das Dach verlassen», sagte eine Sprecherin der Aktivisten.

Ein Polizeisprecher erklärte hingegen, die Aktivisten könnten die Aktion jederzeit abbrechen und von dem Dach herunterkommen. «Sie haben jederzeit die Möglichkeit, zu essen und zu trinken, nur halt nicht auf dem Dach», sagte der Sprecher. Ein Notarzt sei vor Ort gewesen und habe sich ein Bild gemacht. Es habe nichts zu beanstanden gegeben, hieß es weiter. Falls die Aktivisten das Dach verlassen, würden sie nach «polizeilichen Maßnahmen» entlassen.

Die Eigengefährdung der Besetzer steige derweil nach mehreren Tagen in Folge auf dem Dach an, teilte die Polizei am Abend mit. «Kälte, Nässe, Schlafmangel stellen erhebliche Beeinträchtigungen für den menschlichen Organismus dar», hieß es. Die Personen könnten jederzeit notfallmedizinische Hilfe in Anspruch nehmen. Die Gespräche mit ihnen würden fortgesetzt.

Für Sonntagnachmittag war laut Polizei eine Kundgebung in Frankfurt angemeldet worden - die Aktivisten bezeichneten diese als Solidaritäts-Demonstration. Diese Versammlung mit etwa 500 Teilnehmerinnen und Teilnehmern sei bis auf vereinzeltes Zünden von Pyrotechnik friedlich verlaufen, teilte die Polizei am Abend mit.

© dpa
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