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Wehen punktet gegen den HSV: «Nehmen mit, was geht»

Aufsteiger SV Wehen Wiesbaden ärgert einen Großen in der zweiten Liga. Mühsam erkämpft sich das Kauczinski-Team einen Punkt im Kampf um den Klassenverbleib.
SV Wehen Wiesbaden - Hamburger SV
Tor zum 1:0 für Wehen durch Aleksandar Vukotic (SV Wehen Wiesbaden, 26,). © Jürgen Kessler/dpa

Mit viel Leidenschaft, aber auch Dusel in der Nachspielzeit hat der SV Wehen Wiesbaden in der 2. Fußball-Bundesliga einen Punkt gegen den Hamburger SV erkämpft. Abwehrspieler Martin Angha sieht die Mannschaft mit neun Zählern aus neun Partien im Soll. «Es gab Spiele, wo wir Punkte haben liegen lassen, aber das zeigt, dass jedes Spiel eng und immer was drin war. Das ist auch gut als Aufsteiger, dass es noch kein Spiel gab, wo wir wirklich chancenlos waren. Wir sind auf einem ordentlichen Weg», sagte Angha nach dem 1:1 (0:0) am Samstag gegen den Aufstiegskandidaten.

Laszlo Benes hämmerte in der 98. Minute einen Foulelfmeter an die Latte und vergab damit den möglichen Sieg für den HSV. Da ballte Torwart Florian Stritzel die Faust. «Das ist wieder ein Step Richtung Klassenerhalt», sagte der 29-Jährige nach dem Abpfiff. «Man weiß, was der HSV für eine Qualität hat. Wir nehmen alles mit, was geht.»

Zuvor hatte Aleksandar Vukotic (81.) die Hessen vor 12.100 Zuschauern in der ausverkauften Brita-Arena in Führung gebracht, ehe Miro Muheim (89.) ausglich. Einem Treffer von Ransford-Yeboah Königsdörffer zugunsten der Gäste wurde wegen Abseits die Anerkennung verwehrt. Ludovit Reis schob den Ball frei stehend am Tor vorbei und einen Schuss von Benes wehrte Stritzel ab.

«Mit der ersten Halbzeit waren wir gar nicht zufrieden», kritisierte Trainer Markus Kauczinski. «Wir haben die Bälle schnell verloren.» Es sei «Dauerdruck vom HSV» gewesen: «Zwar waren die Chancen nicht so klar, dass ich jede Minute gezittert habe, aber wir wurden selber nicht gefährlich.»

Der Punkt sei «sehr gut für das Selbstvertrauen», sagte SVWW-Mittelfeldspieler Gino Fechner. «Wir haben die letzten Spiele nicht so viel mitgenommen, hatten aber oft sehr gute Chancen, den Deckel draufzumachen. Das hat uns oft sehr wehgetan.» Nach der Länderspielpause steht für die Wiesbadener am 21. Oktober die wichtige Begegnung bei Mitaufsteiger VfL Osnabrück an.

© dpa
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