Eintracht-Aufsichtsratschef verteidigt Transferpolitik

Eintracht Frankfurts Aufsichtsratsvorsitzender Philip Holzer hat die Transferpolitik von Sportvorstand Markus Krösche verteidigt. «Markus Krösche hat mit seinem Team unter den wirtschaftlichen Bedingungen optimal agiert», sagte er im Interview der «Bild»-Zeitung (Dienstag). Damit reagierte Holzer auch auf die Mutmaßung, dass Cheftrainer Oliver Glasner noch auf die Verpflichtung eines Verteidigers gedrängt haben soll. «Jeder Trainer hat Wünsche. Wir haben Sow, Kamada und Trapp gehalten und viele, gute, junge Spieler geholt - das war auch im Sinne von Oliver Glasner.»
Blick auf das Logo von Eintracht Frankfurt auf einem Gesprächspult. © Frank Rumpenhorst/dpa/Symbolbild

Am letzten Transfertag sei Krösche an einem richtig guten Spieler dran gewesen. «Doch die finanziellen Rahmenbedingungen haben am Ende nicht gepasst», berichtete der 56-jährige Finanz-Fachmann. «Druck von außen und auch öffentliche Kritik ist okay - aber wir haben unsere klare Linie.»

Als den «besten Transfer, den wir nicht gemacht haben», bezeichnete er den des damaligen Außenstürmers Filip Kostic zu Lazio Rom für acht Millionen Euro. «Jetzt hat er noch ein Jahr hier gespielt, eine tolle Leistung gebracht und großen Anteil am Erfolg in der Europa League gehabt», erklärte Holzer. Und dadurch habe man - «die Kosten für Pellegrini eingerechnet» - 18 Millionen Euro im Paket für einen Spieler von Juventus Turin bekommen, der nur noch ein Jahr Vertrag hatte. Luca Pellegrini ist vom italienischen Rekordmeister an die Eintracht ausgeliehen.

Trotz der Niederlage zum Auftakt der Champions League gegen Sporting Lissabon (0:3) ist Holzer optimistisch. Es sei «noch immer alles möglich, also auch die Qualifikation für die K.o.-Runde oder der Einzug in die Europa League», sagte er vor dem zweiten Spiel an diesem Dienstagabend (21.00 Uhr/DAZN) bei Olympique Marseille. Der dritte Gegner in der Gruppe ist Tottenham Hotspur. «Wir geben den Glauben und unsere Überzeugung auf ein erfolgreiches Abschneiden nicht auf», sagte Holzer.

© dpa
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