Ita Airways: Weiter «konstruktive» Gespräch mit Lufthansa

Ita Airways und die Lufthansa sind nach Angaben aus Rom weiter in guten Verhandlungen über einen womöglich bevorstehenden Einstieg der Deutschen in die italienische Staatsfluglinie. Der Nachfolger des Traditionsunternehmens Alitalia teilte am Samstag mit: «Ita Airways setzt die positiven und konstruktiven Gespräche mit Lufthansa fort.» Der Konzern aus Frankfurt sei vom italienischen Finanzministerium - dem derzeitigen Eigner von Ita - als möglicher Partner auserkoren worden «mit dem einzigen Ziel, eine profitable Entwicklung des Unternehmens zu erreichen», wie es weiter hieß.
Ein Passagierflugzeug der italienischen ITA Airways setzt zur Landung an. © Jae C. Hong/AP/dpa/Archiv

Die Lufthansa hatte schon Anfang des Jahres in einer Partnerschaft mit der Reederei MSC eine Übernahme von Ita angestrebt. Nach monatelangen Verhandlungen entschied sich die Regierung von Ex-Ministerpräsident Mario Draghi aber zunächst für die Offerte des US-Fonds Certares. Die weiteren Gespräche mit den Amerikanern scheiterten aber im Herbst, sodass die Lufthansa - von nun an ohne MSC - wieder Einblick in die Bücher von Ita Airways bekam.

Medienberichten zufolge waren in der abgelaufenen Woche Manager der Kranich-Airline für formelle Gespräche in Rom. Ein zentrales Thema der Verhandlungen ist dem Vernehmen nach, wie viele Anteile der Ita an die Lufthansa gehen könnten und welches Mitspracherecht Rom künftig noch hat. Die rechtsnationale Regierung von Ministerpräsidentin Giorgia Meloni dürfte schon aus ideologischen Gründen bestrebt sein, ihren Einfluss so groß wie möglich zu halten.

Ita Airways kündigte am Samstag zudem seine Pläne für die nächsten Monate an, in denen unter anderem 1200 Mitarbeiter - etwa Piloten und Flugbegleiter - neu eingestellt werden sollen. Darüber hinaus soll die Flotte von aktuell 65 Flugzeugen auf 104 erweitert werden; im nächsten Jahr kommen laut Plan neun Langstreckenmaschinen dazu. Diesbezüglich sprach die Airline trotz der schwierigen internationalen Lage, etwa wegen des Ukraine-Krieges, von «ausgezeichnete Ergebnissen».

© dpa
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