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Union Berlin strauchelt weiter: «Im Abstiegskampf»

Wieder verliert Union Berlin, zum zwölften Mal hintereinander. Trotzdem werden Trainer und Mannschaft bejubelt. Coach Fischer macht klar, worum es nun geht.
1. FC Union Berlin - Eintracht Frankfurt
Die Mannschaft bedankt sich bei ihren Fans für die Unterstützung. © Andreas Gora/dpa

So sieht Abstiegskampf in Köpenick aus. Auch nach der zwölften Pflichtspielniederlage in Serie und dem Abrutschen auf den Relegationsplatz feierten die Fans die Spieler des 1. FC Union Berlin. Und eine in der Öffentlichkeit aufkommende Trainerdiskussion wurde zum Erstaunen vieler Beobachter schon vor dem 0:3 (0:2) gegen Eintracht Frankfurt am Samstag entschärft. Auch Trainer Urs Fischer selbst denkt nicht an einen Rücktritt. «Im Moment habe ich dieses Gefühl nicht. Ich bin bereit, zu kämpfen», sagte der Schweizer in der ARD nach dem Spiel.

Seine Profis unterstützten Fischer. «Er gibt alles, er tut alles, er versucht alles. Er redet viel mit uns, ist sehr direkt, sehr klar. Mehr kann er einfach nicht machen», sagte Kapitän Christopher Trimmel. Ähnlich sah es Robin Gosens bei Sky: «Wir müssen uns Sorgen machen, wenn der Trainer uns nicht mehr erreicht. Das ist meiner Meinung nach nicht der Fall. Ich glaube auch, dass wir in der Bringschuld sind beim Trainer.»

Die Chefetage und das Umfeld probierten schon vor der Partie den großen symbolischen Schulterschluss. Präsident Dirk Zingler stärkte Fischer im Stadionheft unmissverständlich den Rücken. Der Club sei in der aktuellen Situation «schlecht beraten, wenn wir einen der besten Trainer der Bundesliga nach Hause schicken», sagte er bei Sky.

Auch die Fans ließen nichts unversucht: Schon vor Anpfiff gab es Sprechchöre und viel Applaus für den 57-Jährigen. Die Mannschaft stellte sich nach dem Aufwärmen vor die Tribüne und wurde mit «Auf geht's Union, kämpfen und siegen» angefeuert.

Doch die sportliche Zuversicht hielt nicht lange an. Omar Marmoush brachte die Frankfurter vor 22 012 Zuschauern und Zuschauerinnen früh komfortabel in Führung (2., 14. Minute). Das Anrennen der Eisernen danach blieb ohne Erfolg. Der eingewechselte Nacho Ferri entschied die Partie (82.).

Die Führung der Gäste durch den ersten Torschuss passte perfekt ins Berliner Bild der letzten Wochen. Nach einem zumindest strittigen Foul-Pfiff gegen Robin Knoche wehrte Union den folgenden Freistoß nur ungenügend ab. Marmoush traf mit einem flachen Schuss aus der Drehung - im dritten Ligaspiel in Folge war der Ägypter erfolgreich.

Beim zweiten Treffer des 24-Jährigen, dem wie schon gegen Dortmund am vergangenen Wochenende ein Doppelpack gelungen war, reichte ein einfacher Ball hinter die Berliner Abwehrkette. Hugo Larsson legte in die Mitte, wo Marmoush unbedrängt einschob.

Union hat seit Ende August keinen Punkt mehr geholt. Vor der Länderspielpause warten mit dem Königsklassenspiel bei der SSC Neapel am Mittwoch und der Partie bei den starken Leverkusenern am kommenden Wochenende weitere schwere Aufgaben auf die Eisernen.

Während in Köpenick der Abstiegskampf droht, hielt die Eintracht den Anschluss zu den Europapokalplätzen. Das Team von Dino Toppmöller hat zehn Punkte aus den letzten vier Ligaspielen geholt. «Wir hatten natürlich einen Topstart und dann das Spielglück auf unserer Seite», sagte Frankfurts Trainer Dino Toppmöller. Er sei aber «extrem stolz», wie die Mannschaft das hart umkämpfte Spiel angenommen habe. Am Donnerstag spielt die Eintracht in der Conference League bei Helsinki das dritte von vier Auswärtsspielen hintereinander, bevor es am Sonntag nach Bremen geht.

Mangelnden Aufwand konnte man den Köpenickern mal wieder nicht vorwerfen. Die Frankfurter kamen in der zweiten Halbzeit kaum noch aus der eigenen Hälfte, aber die Offensive der Berliner blieb unpräzise bis glücklos. Zunehmend fällt es den Köpenicker schwer, Fragen nach den Ursachen zu beantworten. «Wenn ich das wüsste. Wir versuchen, wir trainieren, wir machen, wir tun. Am Ende ist die Situation aktuell so, dass wir nicht gut genug sind», sagte Trimmel.

Worum es nun in dieser Saison geht, machte Fischer klar: «Wir haben gesagt, dass wir uns im Abstiegskampf befinden. Auch der Abstiegskampf ist ein Marathon, kein Sprint», sagte er. «Heute habe ich eine Mannschaft gesehen, die noch einen Marathon läuft.»

© dpa ⁄ David Langenbein, dpa
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