Zugvögel machen sich auf Weg in den Süden

Mit den herbstlichen Temperaturen starten die Zugvögel wieder in Richtung Süden. Beispielsweise seien derzeit größere Schwärme an Staren zu beobachten, die sich vor ihrer Abreise in Richtung Mittelmeer sammelten, sagte der Leiter der hessischen Vogelschutzwarte, Simon Thorn. Auch Kraniche seien bereits vereinzelt auf ihrem Durchzug in Richtung Winterquartier zu sehen.
Tausende Stare fliegen kurz vor Einbruch der Dunkelheit zu ihren Schlafplätzen in Bäumen und Büschen. © Boris Roessler/dpa/Symbolbild

Für den Flug in Richtung Süden sammeln sich auch die Rotmilane, wie Thorn sagte. Ein Großteil überwintere in Spanien. Die Vogelschutzwarte beobachte diese Art mit besonderer Sorge, denn Daten zeigten, dass die Vögel dieses Jahr kaum erfolgreich gebrütet hätten. Ob daran die Witterung, fehlende Nahrung oder andere Faktoren schuld sind, ist laut Thorn noch unklar.

Massiv zurückgegangen ist dem Vogelexperten zufolge in den vergangenen Jahren der Bestand von Turteltauben. Auch sie sind Zugvögel, die für den Winter bis nach Afrika fliegen - und auf dem Weg dorthin gejagt werden. Ein starker Rückgang werde auch beim Wendehals beobachtet, einem Spechtvogel und Bewohner von Streuobstwiesen, der ebenfalls Afrika als Winterziel hat.

Der Naturschutzbund (Nabu) rief dazu auf, Kranichbeobachtungen online zu melden, um eine Übersicht über das Zuggeschehen und Hinweise auf Veränderungen der Flugrouten zu erhalten. Hessen liege in einer Hauptzugroute der Tiere. Bis zu 250.000 Vögel seien in diesem Herbst insgesamt an Hessens Himmel zu erwarten. Schwerpunkte seien die Flusstäler Ober-, Ost- und Mittelhessens, wo die Tiere bei schlechten Flugbedingungen Rast machten. Weiter gehe es dann über die Auen von Main und Rhein in Richtung Südwesten, meist sei Spanien das Ziel.

Zu erkennen seien die bis zu 1,30 Meter großen Tiere an ihren trompetenartigen Rufen und ihrer typischen keilförmigen Flugformation - an der Spitze kräftige und erfahrene Tiere, es folgen Familien mit im Schnitt zwei Jungtieren. Da die Kraniche an den Rastplätzen Ruhe brauchten, sollen Schaulustige mindestens 300 Meter Abstand halten.

© dpa
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