IGM verlangt 8 Prozent mehr Geld auch für neuen VW-Haustarif

06.07.2022 Die rund 125.000 Tarifbeschäftigten der westdeutschen VW-Werke, der VW-Finanzsparte und zwei weiterer kleiner Töchter sollen nach dem Willen der IG Metall ebenfalls 8 Prozent mehr Geld bekommen. Die am Mittwoch in Hannover bekanntgegebene Forderung liegt auf dem Niveau des Entgeltziels, das die Gewerkschaft schon für den Flächentarif in der Metall- und Elektrobranche formulierte. Beide Runden sind für den Herbst geplant. Angepeilt werden zwölf Monate Laufzeit. Auch die Auszubildenden sollen entsprechend mehr verdienen.

Das Logo der IG Metall. © Daniel Karmann/dpa/Symbolbild

IG-Metall-Chef Jörg Hofmann ließ klar erkennen, dass am kommenden Montag (11. Juli) auch der Gewerkschaftsvorstand die Forderung nach 8 Prozent mehr Geld beschließen wird. Zunächst hatte das Gremium für die Fläche noch eine Spanne von 7 bis 8 Prozent zur Diskussion gestellt. Der Abschluss müsse das kommende Jahr mit abdecken, an dessen Ende die Verbraucherpreise deutlich über 10 Prozent im Vergleich zum Ist-Zustand liegen werden, meinte der IG Metall-Chef. Das könne die Lohnpolitik alleine zwar nicht ausgleichen. Aber: «Die 8,0 Prozent der Entgelte, wie sie die IG Metall fordert, sind ein wichtiger Beitrag, um Arbeitnehmerhaushalte zu entlasten.»

Bei Volkswagen will die Tarifkommission außerdem eine Verlängerung der Altersteilzeit-Angebote erreichen. Und die Belegschaft müsse auf Wunsch häufiger die Option nutzen können, einen Teil der Lohnzuwächse in Freizeit umwandeln zu können - dies solle künftig für alle Gewerkschaftsmitglieder gelten. Für dual Studierende verlangt die IG Metall überdies, dass Volkswagen die Semestergebühren übernimmt.

«Auch die Kolleginnen und Kollegen bei Volkswagen und den VW-Töchtern sehen sich mit erheblichen Kaufkraftverlusten konfrontiert», begründete Bezirkschef Thorsten Gröger den Beschluss. Gleichzeitig mache der Konzern hohe Gewinne, Top-Manager und Aktionäre verdienten üppig. Man werde die Forderungen in den spätestens im November anlaufenden Gesprächen offensiv verteidigen - «zur Not auch mit großer Mobilisierung auf der Straße und vor den Werkstoren».

VW-Betriebsratschefin Daniela Cavallo hob den Punkt der Wandlung von Entgelt in freie Tage hervor: «Hier sollte die Arbeitgeberseite nachjustieren.» Bisher konnten beispielsweise Beschäftigte, die zu Hause Angehörige pflegen müssen, von der Regelung Gebrauch machen.

Aus dem Unternehmen hieß es, man habe die Position der IG Metall zur Kenntnis genommen. Vor dem Beginn der Tarifrunde im Herbst werde man die Forderungen der Gewerkschaft aber nicht näher kommentieren.

© dpa

Weitere News

Top News

Champions league

Supercup: Wunderreise vorbei: Frankfurt verliert gegen Real Madrid

Mode & beauty

Sonnenschutz: Können Haare Sonnenbrand bekommen?

Tv & kino

TV: "Der Barcelona-Krimi": Clemens Schick ermittelt wieder

People news

Prozesse: Boris Becker gegen Oliver Pocher am 15. November vor Gericht

Tv & kino

Featured: Locke & Key Staffel 4: So könnte es mit dem Schlüsseluniversum weitergehen

Auto news

Freze Froggy EV Beachster: Zugiger Zwerg

Handy ratgeber & tests

Featured: Galaxy Watch5 und Watch5 Pro: Das steckt in Samsungs neuen Wearables

Das beste netz deutschlands

Featured: Schutz vor Blitzschäden: So kannst Du Deine Technik bei Gewitter schützen

Empfehlungen der Redaktion

Wirtschaft

Gewerkschaft: VW-Haustarif: IG Metall verlangt 8 Prozent mehr Geld

Regional niedersachsen & bremen

Konzernspitze: VW-Finanzvorstand dämpft Erwartungen an hohes Tarifplus

Wirtschaft

Tarifverhandlungen: IG Metall fordert 8,0 Prozent mehr Gehalt

Wirtschaft

Tarife: Hohe Inflation - IG Metall will 7 bis 8 Prozent mehr Geld

Regional baden württemberg

Tarife: IG Metall im Südwesten fordert acht Prozent mehr Geld

Wirtschaft

Vor Tarifrunden: IG Metall: Einmalzahlungen können keine Lösung sein

Wirtschaft

Tarife: IG-Metall-Bezirke fordern 8 Prozent mehr Geld

Regional niedersachsen & bremen

Tarife: IG Metall ruft zu Warnstreiks in Stahlindustrie auf