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Städtische Bühnen: Entscheidung in der Standortdebatte

Wenn die Stadtverordneten zustimmen, läuft es auf die Variante «Kulturmeile» hinaus: Die Oper bekommt einen Neubau am Willy-Brandt-Platz, das Schauspiel wird zwischen Bankentürmen neu gebaut. Bis zur Realisierung wird es aber noch lange dauern.
Theaterbühne
Ein Scheinwerfer erhellt den Vorhang auf einer Bühne. © Sebastian Kahnert/dpa/Symbolbild

Der Neubau der Frankfurter Städtischen Bühnen rückt ein kleines Stück näher. In der Stadtverordnetenversammlung stand das Thema am Donnerstagabend auf der Tagesordnung. Zur Abstimmung stand ein Vorschlag des Magistrats in der Standortfrage. Bis die Bauarbeiten beginnen, wird es auch bei einem Ja noch lange dauern.

Über die Zukunft der Städtischen Bühnen diskutiert Frankfurt schon mindestens 15 Jahre. Die gläserne Doppelanlage am Willy-Brandt-Platz ist baufällig und nicht zu retten - das haben diverse Untersuchungen seit 2017 klar belegt. 2020 beschlossen die Stadtverordneten den Abriss. Oper und Schauspiel sollen künftig getrennte Gebäude bekommen - die Frage ist aber, wo diese Neubauten hinsollen.

Wohin mit den Neubauten?

Die Zahl der Varianten reduzierte sich im Laufe der Jahre. Ein Neubau am Osthafen wurde bald verworfen, die Bühnen sollten in der Innenstadt bleiben. Diverse Grundstücke wurden als Optionen genannt, etwa die Freifläche am Willy-Brandt-Platz, wo das Euro-Zeichen steht, oder ein Gelände gegenüber der Alten Oper.

Im November legte sich der Magistrat fest: Die Oper soll am derzeitigen Standort neu errichtet werden, das Schauspiel wenige hundert Meter entfernt an der Neuen Mainzer Straße. Diese Lösung wurde - im Gegensatz zur «Spiegelvariante» - als «Kulturmeile» bezeichnet. Kulturdezernentin Ina Hartwig (SPD) nannte den Beschluss «einen ersten Meilenstein beim Großprojekt Bühnen».

35 Millionen Euro für das Grundstück

Auf dem Gelände steht heute eine Bank. Wenn die Stadtverordneten zustimmen, soll nun mit den Grundstückseignern - der Hessischen Landesbank und der Sparkasse - über Details verhandelt werden. In einer Vorvereinbarung wurden im Sommer bereits die Eckpunkte ausgehandelt: Die Stadt darf das rund 5500 Quadratmeter große Grundstück für 199 Jahre pachten und zahlt dafür einmalig 35 Millionen Euro plus knapp zwei Millionen für jedes Jahr.

Das ist nur aber ein Bruchteil der Kosten: Eine Expertenkommission hatte Anfang dieses Jahres die Gesamtkosten bereits auf 1,27 bis 1,3 Milliarden Euro geschätzt - 350 Millionen Euro mehr als zu dem Zeitpunkt, als die Varianten-Debatte losging.

Baubeginn frühestens in vier Jahren

Mit einem schnellen Baubeginn ist nicht zu rechnen. Das Bankgebäude kann frühestens 2027 abgerissen werden. Sind die Standorte gesichert, muss erst ein Architekturwettbewerb ausgelobt werden. Die Stadtverordneten werden sich noch oft mit dem Projekt beschäftigen müssen - allem voran mit der Frage, wie es finanziert werden soll.

Während der Bauarbeiten brauchen Schauspiel und Oper Zwischenlösungen. Aktuell sieht der Ablaufplan vor, dass zunächst das neue Schauspielhaus errichtet wird. Dieses dient nach Fertigstellung als Interimsspielstätte für die Oper, bis deren Neubau fertig ist. Auch das Schauspiel wird nicht ohne Interimsquartier auskommen.

Der Masterplan sieht zudem vor, dass die Bühnen ein neues Lager- und Logistikzentrum bekommen. Derzeit werden Materialien über die Stadt verstreut an unterschiedlichen Orten gelagert. Ein Standort für dieses Zentrallager wird noch gesucht. Neben dem neuen Schauspielhaus soll eine rund 700 Quadratmeter große Freifläche entstehen.

© dpa
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