Frauenfußball-Pionier Dietrich zieht sich zurück

Frauenfußball-Pionier Siegfried Dietrich hört auf. Aus gesundheitlichen Gründen zieht er sich mit sofortiger Wirkung als Sportdirektor von Eintracht Frankfurt zurück. Wie der Bundesligist am Donnerstag mitteilte, scheidet der 65-Jährige zum 31. Dezember 2022 zudem als Generalbevollmächtigter aus. Seine Aufgaben als Sportdirektor werden kommissarisch von Cheftrainer Niko Arnautis übernommen und fachbezogen innerhalb der Organisation verteilt.
Siegfried Dietrich steht vor einem Spiel in einem Stadion. © Lukas Schulze/dpa/Archivbild

Dietrich ist seit 30 Jahren im Frauenfußball tätig, hat sich im Deutschen Fußball-Bund für dessen Entwicklung engagiert und gilt als Initiator der Fusion des 1. FFC Frankfurt mit Eintracht Frankfurt. Er habe «viel im deutschen und europäischen Fußball erleben und bewegen» dürfen, sagte Dietrich, der bereits im vergangenen Jahr eine viermonatige Auszeit nehmen musste.

Bereits seit Ende der vergangenen sehr aufreibenden Spielzeit, den Aktivitäten rund um die Europameisterschaft und beim DFB habe er «wieder verstärkte Signale» seines Körpers empfangen. «In diesem Zusammenhang verspüre ich vermehrt, dass ich meinem eigenen Anspruch, mit zumindest 100 Prozent meinen vielfältigen Aufgaben nachzugehen, aktuell nur erschwert gerecht werden kann», erklärte Dietrich, der auch alle Ehrenämter beim DFB zum Jahresende aufgeben wird. Erst im März war er als Vorsitzender des DFB-Ausschusses Frauen-Bundesligen wiedergewählt worden.

Der Ausstieg zum jetzigen Entwicklungszeitpunkt des deutschen und europäischen Profi-Frauenfußballs, in dem nach der Wirkung der EM so viele Herausforderungen anstehen würden, sei für ihn «besonders bitter und schmerzhaft».

Für Eintracht-Vorstandssprecher Axel Hellmann sind die Erfolge im Frankfurter und auch im gesamtdeutschen Frauenfußball eng mit dem Namen Siegfried Dietrich verknüpft. «Seine Lebensleistung verdient höchsten Respekt und eine ebensolche Anerkennung», sagte er. «Das gilt auch für seine schwere Entscheidung, nach all den Jahren mit höchstem Einsatz und persönlichem Verzicht nun aufzuhören.»

© dpa
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