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«Sehr negative Wolke» in Frankfurt: Krösches Bekenntnis

Die Ausbeute gegen Union und Werder nervt die Eintracht. Denn nun warten einige schwierige Spiele im Saisonendspurt. Sport-Vorstand Krösche setzt für die Zukunft auf Kontinuität.
Markus Krösche
Markus Krösche, Sportvorstand des Fußball-Bundesligisten Eintracht Frankfurt. © Arne Dedert/dpa

Inmitten der immer negativeren Stimmung hat Markus Krösche für Kontinuität geworben und den Verbleib von Dino Toppmöller als Cheftrainer von Eintracht Frankfurt angekündigt. Auf eine entsprechende Nachfrage sagte der 43 Jahre alte Funktionär im Sport1-«Doppelpass» am Sonntag: «Ja, weil wir einfach glauben, dass der Weg der richtige sein wird. Wir sind nicht immer zufrieden und wir würden uns manchmal schnellere Entwicklung wünschen. Aber es ist auch manchmal kein Wunschkonzert.»

Für Krösche liegt die derzeit durchwachsene Stimmung auch daran, dass die Eintracht in den vergangenen Jahren für so viele Höhepunkte gesorgt hat. «Es ist eine gewisse Erwartungshaltung da. Das ist so ein bisschen der Fluch der guten Tat», meinte er. «Den Dino alleine verantwortlich zu machen und ihn alleine zu kritisieren, wäre nicht richtig.»

«Teilweise zu Recht kritisiert»

Das herrliche Frühlingswochenende mit sommerlichen Temperaturen war für die Hessen schon in der Nacht zum Samstag getrübt. Das enttäuschende 1:1 gegen Krisenclub Werder Bremen und die erneut vergebene Chance, in der Fußball-Bundesliga einen riesigen Schritt in Richtung Europapokal zu machen, nagte gleichermaßen an den Verantwortlichen wie an den Spielern. «Irgendwie schwebt eine sehr, sehr negative Wolke über uns. Wir sind teilweise auch zu Recht kritisiert worden, weil die Spiele einfach nicht schön und die Ergebnisse nicht da waren», sagte Torhüter Kevin Trapp.

Hinter Leverkusen, Bayern, Stuttgart, Dortmund und Leipzig ist die Eintracht zwar als Sechster weiter auf Europa-League-Kurs. Doch die beiden Remis gegen den 1. FC Union Berlin (0:0) und nun vor 58 000 Zuschauern gegen Bremen fühlten sich wie deutliche Rückschläge an. «Es ist enttäuschend und frustrierend, wenn man nicht mit einem Sieg aus so einem Spiel rausgeht. Wir haben uns deutlich mehr vorgenommen. Es wäre mehr drin gewesen», sagte Toppmöller. «So müssen wir das erstmal schlucken.»

Lange Mängelliste

Bei dem wilden Schlagabtausch mit je einem Tor (Tuta und Milos Veljkovic) sowie je einer Roten Karte (Tuta und Jens Stage) pro Club drückte die Eintracht zwar spät auf den Sieg, belohnte sich aber mal wieder nicht. Das bereits zwölfte Unentschieden in dieser Spielzeit bereitet Kopfzerbrechen. «Wir müssen weiter geduldig bleiben. Darum geht es jetzt einfach», sagte Toppmöller. Das scheint nicht so einfach, schließlich machen die Hessen auch spielerisch kaum Fortschritte.

Die Mängelliste ist lang. Aussetzer wie der überflüssige Platzverweis von Tuta oder das wiederholte Foulspiel von Junior Dina Ebimbe, der auch Gelb-Rot hätte sehen können, ziehen sich durch die Saison. Krösche sprach von einer «völlig unnötigen Roten Karte. Das ist extrem unglücklich». In den kommenden Wochen dürfte Tuta gesperrt fehlen. Auch Mittelfeldspieler Ellyes Skhiri droht wegen einer Wadenverletzung eine Pause.

Das ist besonders bitter, denn in den nächsten Wochen stehen Spiele gegen die besten Teams des Landes an. In Stuttgart, beim FC Bayern und gegen den designierten Meister Bayer Leverkusen. «Das Restprogramm ist brutal. Wir haben trotzdem alles selbst in der Hand», sagte Torhüter Trapp, der am DAZN-Mikrofon einen nachdenklichen und geschafften Eindruck machte.

«Anderer Punch» gesucht

Für kaum einen Verein ist das internationale Geschäft so bedeutend wie für die Eintracht mit ihren emotionalisierten Fans. Das Europa-League-Halbfinale 2019 und der Triumph 2022 waren Sternstunden der jüngeren Vereinsgeschichte. Mit der langfristigen Verlängerung mit Chefstratege Krösche (bis 2028) sollten in dieser Woche die Weichen für die Zukunft gestellt werden.

Am späten Freitagabend war Krösche dann reichlich bedient. «Wir sind nicht zufrieden mit der Art und Weise, auch nicht mit den Ergebnissen. Wir müssen einen anderen Punch entwickeln. So ein Ergebnis kann uns nicht zufriedenstellen», sagte er vor den verbleibenden sechs Spielen.

© dpa ⁄ Patrick Reichardt und Christian Johner, dpa
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