Mutmaßlicher «IS»-Sympathisant weist Vorwürfe zurück

Wegen Terrorverdachts sowie Waffen- und Sprengstoffbesitzes steht seit Freitag ein 30 Jahre alter Mann vor dem Landgericht Frankfurt. Ihm wird unter anderem die Vorbereitung schwerer staatsgefährdender Gewalttaten vorgeworfen. Er soll außerdem Sympathisant der Terrororganisation «Islamischer Staat» (IS) gewesen sein.
Blick auf die Justitia über dem Eingang eines Landgerichts. © Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

Am ersten Verhandlungstag sprach der aus Kassel stammende Angeklagte von «Unterstellungen». Es stimme, dass er in seiner Wohnung Waffen zusammengebaut habe. Damit aber habe er keine Straftaten begehen wollen, sondern sei seinem Hobby nachgegangen. Bei einer Wohnungsdurchsuchung waren im April 2021 zahlreiche Waffen, Sprengstoff und Munition sichergestellt worden. Darüber hinaus existierten Videoaufzeichnungen, die den Angeklagten vermummt bei Schießübungen im Keller und auf einem Feld zeigten.

Vor Gericht begründete der 30-Jährige diese Aktivitäten als Sicherheitscheck für die von ihm gebauten Waffen. Teilweise seien die aus Plastik gefertigten Waffen auch gar nicht funktionsfähig gewesen. Bei der Durchsuchung stieß die Polizei auch auf bereits Jahre zurückliegende Korrespondenz, in der der Angeklagte Gewalttaten gegen «Ungläubige» ankündigte. Dies erklärte der Deutsche mit iranischen Wurzeln damit, zum fraglichen Zeitpunkt «bekifft» gewesen zu sein und die Ankündigungen deshalb nicht ernst gemeint zu haben.

Die Staatsschutzkammer steht vor einer ausgedehnten Beweisaufnahme mit neun Verhandlungstagen bis Anfang Oktober.

© dpa
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