Fall Ayleen: Mädchen starb in Hessen

Die Ermittler im Fall Ayleen gehen nach ihren bisherigen Erkenntnissen davon aus, dass die 14-Jährige in Hessen zu Tode gekommen ist. Die genauen Umstände seien Gegenstand der laufenden Ermittlungen, teilte die Staatsanwaltschaft Freiburg am Dienstag mit. Sie hatte bisher die Federführung in dem mutmaßlichen Mordfall. Da der Schwerpunkt der weiteren Untersuchungen in Hessen liegt und die Leiche des Mädchens im Zuständigkeitsbereich der Staatsanwaltschaft Gießen gefunden wurde, sei das Verfahren dorthin abgegeben worden. Den Angaben der Gießener Ermittler zufolge arbeitet die am Polizeipräsidium Mittelhessen eingerichtete rund 30-köpfige Sonderkommission «Lacus» mit Hochdruck an dem Fall.
Ein Einsatzwagen der Polizei © Christoph Soeder/dpa/Symbolbild

Ein vorbestrafter 29-Jähriger aus dem hessischen Lahn-Dill-Kreis steht im Verdacht, die 14-Jährige aus Baden-Württemberg getötet zu haben. Die Leiche der Schülerin war in einem See im Wetteraukreis gefunden worden. Der dringende Verdacht gegen den Mann gründe sich insbesondere auf die Auswertung von Handy- und Funkzellendaten, teilten Staatsanwaltschaft und Polizei in Gießen mit. Zudem seien persönliche Gegenstände Ayleens in der Wohnung des 29-Jährigen gefunden worden. Der Mann bestreite die Tat.

Es gebe Anhaltspunkte dafür, dass sich dieser am Abend des 21. Juli 2022 auch im Bereich eines Parkplatzes an der Autobahn 5 bei Bruchsal (Fahrtrichtung Frankfurt) aufgehalten haben könnte, hieß es weiter. Er soll ein silber-graues Auto genutzt haben. Die Ermittler suchen Zeugen, die den Wagen und Personen in der Nähe dort sowie am Teufelsee bei Echzell - dem Fundort von Ayleens Leiche - gesehen haben.

Den Ermittlern zufolge war der Verdächtige als Jugendlicher für zehn Jahre wegen eines versuchten Sexualdelikts in ein psychiatrisches Krankenhaus gekommen und stand nach seiner Entlassung unter Führungsaufsicht. Diese lief im Januar aus.

Der 29-Jährige wurde nach Angaben des hessischen Innenministeriums nach seiner Entlassung 2017 zunächst im täterorientierten Programm der Zentralstelle zur Überwachung Rückfallgefährdeter Sexualstraftäter (ZÜRS) sowie anschließend als Mehrfach- und Intensivtäter (MIT) geführt. Angesichts des Todes von Ayleen habe das Ministerium das Landeskriminalamt in Wiesbaden beauftragt, diese beiden täterorientierten Programme «mit einer umfassenden Evaluation» zu prüfen. «Die intensive Analyse der bestehenden Konzepte soll eine fundierte Grundlage bieten, um den Schutz der Bevölkerung weiter zu erhöhen», hieß es.

© dpa
Weitere News
Top News
Tv & kino
Horror-Klassiker: «Nosferatu»-Remake mit Bill Skarsgård und Lily-Rose Depp
Fußball news
8. Spieltag: FC Bayern jubelt wieder - Musiala brilliert gegen Leverkusen
Games news
Featured: Google Stadia wird eingestellt: Das musst Du jetzt wissen
People news
Enthüllungsjournalist: Klimmzüge & Tischtennis - Günter Wallraff wird 80
Internet news & surftipps
Cyberkriminalität: BSI warnt vor Sicherheitslücke in Microsoft Exchange
Handy ratgeber & tests
Featured: Smarter Garten: Pflanzen-Apps und clevere Technik vereinfachen die Gartenarbeit
Wohnen
Hydraulischer Abgleich : Nicht umlegbar: Kosten für Heizungsoptimierung
Auto news
Panorama: Oldtimer-Rallye Colorado Grand: Dem Himmel so nah
Empfehlungen der Redaktion
Regional hessen
Tötungsdelikt: Mit Tauchern und Sonar-Boot auf Spurensuche im Fall Ayleen
Panorama
Kriminalität: Verdächtiger gesteht Tötung von Ayleen
Regional baden württemberg
Ermittlungen: Polizei: Gefundene Gegenstände ohne Bezug zum Fall Ayleen
Regional hessen
Tötungsdelikt: Verdächtiger gesteht Tötung von Ayleen
Regional hessen
Wiesbaden: Gericht beendete Aufsicht für Verdächtigen im Fall Ayleen
Regional hessen
Polizeiarbeit: Ermittler im Fall Ayleen untersuchen gefundene Gegenstände
Panorama
Kriminalität: Vorbestrafter soll Schülerin ermordet haben
Panorama
Kriminalität: Fall Ayleen: Verdächtiger soll Schülerin belästigt haben