Neue Wölfin: Nachwuchs an hessisch-bayerischer Grenze

In Hessen ist eine neue Wölfin nachgewiesen worden. Mithilfe der genetischen Analyse einer Kotprobe aus dem Werra-Meißner-Kreis sei das Tier identifiziert worden, teilte das Hessische Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie am Donnerstag in Wiesbaden mit. Möglich sei dies gewesen, weil eine aufmerksame Spaziergängerin ihren Fund an den zuständigen Wolfsberater gemeldet habe. Das weibliche Tier mit dem Laborkürzel GW2407f sei im vergangenen Jahr im Wolfsterritorium Billenhagen in Mecklenburg-Vorpommern geboren worden.
Ein Wolf läuft durch ein Freigehege im Wildpark Alte Fasanerie. © Boris Roessler/dpa/Symbolbild

Es sei der erste Nachweis dieses Tieres in Hessen gewesen, so das HLNUG. Meist im zweiten Lebensjahr machten sich Wölfe auf Partnersuche und wandern dafür aus dem elterlichen Rudel ab, um sich ein eigenes Territorium zu suchen. Im Rahmen des Wolfmonitorings sammeln die Fachleute in Hessen regelmäßig Informationen darüber, ob nach Hessen einwandernde Wölfe weiterziehen oder hier sesshaft werden. Dies lasse sich für die neu nachgewiesene Wölfin noch nicht sagen, werde aber im Rahmen des Wolfsmonitorings untersucht.

Nachwuchs gibt es derweil im Wolfsterritorium am Truppenübungsplatz Wildflecken: Dort habe eine Fotofalle im bayerischen Teil des Gebiets eine Wölfin mit einem erkennbaren Gesäuge aufgenommen. Die Aufnahme gelte als Nachweis dafür, dass das dort sesshafte Wolfspaar in diesem Frühjahr Nachwuchs bekommen habe, hieß es.

Der erste Fall eines Nutztier-Risses im seit 1. Mai laufenden Monitoringjahr sei im Vogelsbergkreis festgestellt worden. Dort wurde am 31. Mai eine Ziege von einem Wolf gerissen, wie es hieß. Im Umfeld seien nun alle Schaf- und Ziegenhalterinnen und -halter aufgerufen, «ihre Tiere sachgerecht mit elektrifizierten Zäunen zu schützen».

Über Fördermöglichkeiten berät demnach die jeweilige Landwirtschaftsverwaltung des entsprechenden Landkreises. Darüber hinaus berate der Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen zu Fragen rund um den Herdenschutz. «Zusätzlich zur Förderung können Tierhalter/innen für die von Wölfen verursachten Schäden einen finanziellen Ausgleich erhalten», so das HLNUG.

© dpa
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