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Mansoori: Setze mich für Fortbestand des D-Tickets ein

Ein CDU-Parteitagsbeschluss zum Deutschlandticket erregt die Gemüter in Hessen. Von Verbänden kommt deutliche Kritik. Auch der SPD-Wirtschaftsminister meldet sich zu Wort.
Deutschlandticket
Eine Hand hält ein Deutschlandticket. © Boris Roessler/dpa

Nach dem Parteitagsbeschluss der Hessen-CDU für eine Abschaffung des Deutschlandtickets hat sich der hessische Wirtschaftsminister Kaweh Mansoori (SPD) erneut für das Ticketangebot ausgesprochen. Er setze sich für den Fortbestand des Deutschlandtickets ein, teilte er am Dienstag auf dpa-Anfrage in Wiesbaden mit.

Das Angebot stehe für Einfachheit statt Tarifdschungel und sei preislich attraktiv. Um noch mehr Menschen zum Umstieg auf Bus und Bahn zu motivieren, müssten sie sich langfristig auf das Ticketangebot verlassen können. Gute Infrastruktur und ein attraktives Ticket seien zudem kein Widerspruch, sondern ergänzten sich.

Die hessische CDU hatte laut einem Parteitagsbeschluss vom vergangenen Wochenende die Landesregierung und die CDU-Landesgruppe Hessen im Bundestag aufgefordert, sich für das Ende des 49-Euro-Tickets einzusetzen. Die Kosten für das Ticket sollten stattdessen für Investitionen in die Infrastruktur verwendet werden, heißt es in dem Antrag der Jungen Union. Hessen wird von einer schwarz-roten Landesregierung geführt.

Das hessische Bündnis sozialverträgliche Mobilitätswende erklärte: «Das landesweit gültige Nahverkehrsticket ist eindeutig die größte verkehrspolitische Errungenschaft der vergangenen Jahre.» Dass die CDU Hessen es zur Disposition stellen wolle, zeige einmal mehr, dass die Partei im Hinblick auf den Klimawandel die Dringlichkeit zu handeln bisher nicht erkannt habe.

«Ein Zurück in die Zeit vor dem Deutschlandticket darf es nicht geben», forderte das Bündnis, an dem unter anderem Gewerkschaften, Umwelt- und -Sozialverbände beteiligt sind. Die Finanzierung des Tickets dürfe nicht gegen die gleichfalls notwendige Instandsetzung des Schienensystems ausgespielt werden.

Der Vorsitzende der FDP-Landtagsfraktion, Stefan Naas, erklärte: «Der Vorstoß der CDU ist rückwärtsgewandt und stellt eine sinnvolle Errungenschaft unnötig infrage.» Außer den Ländergrenzen seien auch bürokratische Hürden im Tarifdschungel des öffentlichen Nahverkehrs überwunden worden. «Die Notwendigkeit, das ÖPNV-Angebot auszubauen und zu verbessern, rechtfertigt nicht die Forderung, das Deutschlandticket abzuschaffen. Die CDU schüttet das Kind mit dem Bade aus.»

Die Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände dagegen begrüßte die «kritische Debatte», die auf dem Parteitag der CDU Hessen geführt worden sei. «Anstatt Tickets zu subventionieren, sollten die knappen Mittel für ein größeres und dichteres Netz an Bus- und Bahnverkehren, in Städten und auch auf dem Land, verwendet werden», teilte der Verband mit.

© dpa
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