Anouschka Renzi: Nur «wegen der Kohle» bei RTL-Dschungelcamp

Die Schauspielerin Anouschka Renzi hat nach eigenen Worten ausschließlich wegen des Geldes beim RTL-Dschungelcamp mitgemacht. «Es gibt für mich nichts Schlimmeres, als kein Geld zu haben, und im Dschungel verdient man sehr viel Geld», sagte Renzi der Deutschen Presse-Agentur in Bad Hersfeld. Ihr sei zuvor 13 Mal die Teilnahme angeboten worden, und sie habe immer wieder abgelehnt. «Für diese Art von Formaten bin ich A-Klasse.» Die gebotene Gage sei von Jahr zu Jahr höher geworden. «Dann hab' ich's gemacht, und zwar ausschließlich wegen der Kohle.»
Schauspielerin Anouschka Renzi. © Georg Wendt/dpa/Archivbild

Renzi wird unter anderem neben «Tatort»-Star Richy Müller beim Eröffnungsstück «Notre Dame» der Bad Hersfelder Festspiele in diesem Jahr in gleich vier Rollen zu sehen sein, so als Adlige Aloise de Gondelaurier. Reality-TV-Format vor einem Millionenpublikum, hochkarätiges Schauspiel und Boulevard-Theater, «Playboy» und TV-Serien - für Renzi passt das durchaus unter einen Hut. «Dieser Beruf besteht aus allem», sagte die 57-Jährige. «Mein Leben lang war ich Kontrast, mich kann niemand so richtig einschätzen.» Vorstellen könnte sie sich beispielsweise auch die Teilnahme an der RTL-Live-Tanzshow «Let's Dance» oder an «The Masked Singer» von ProSieben.

Dass sie für das Dschungelcamp ausgewählt wurde, führt Renzi auf ihr Wesen zurück: «Die wissen genau, dass wenn ich drin bin, gibt's garantiert Konflikte, Probleme, weil ich so bin wie ich bin. Ich sag' was ich denke.» Und: «Ich bin auch jemand, der nicht leise leidet, leider.»

In nächster Zeit sei sie bereits für vier Produktionen engagiert, sagte die Schauspielerin - aber bei ihrer Zusage für das Dschungelcamp sei das nicht absehbar gewesen, zumal es während der Corona-Pandemie nur Absagen gegeben habe. «Bis auf die Corona-Hilfen hatte ich kein Geld, und mit den Corona-Hilfen: Das reicht mir nicht. Ich finanziere mich, meine Tochter, also zwei Wohnungen, zwei Krankenversicherungen.»

Bevor sie nach Südafrika reiste, habe sie sich zu Hause schon einmal vorbereitet, berichtete Renzi: «Ich hab' mir zwei rohe Eier in so 'ne Tasse und hab' gesagt, die schluck' ich jetzt runter. Hab' ich versucht - kam sofort wieder raus.» Im Camp vor Kameras und dem großen Team habe sie es dann gemacht und insgesamt fünf Prüfungen bestanden - auch weil sie Hunger hatte und bei bestandenen Prüfungen extra Essen in Aussicht steht. Sie selbst habe sich die TV-Ausstrahlungen nicht angeschaut - aber das Thema sei ihr mittlerweile auch egal. «Ist der Ruf erst ruiniert, lebt sich's gänzlich ungeniert.»

© dpa
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