«Mega glücklich»: Marathon-Meister Pfeiffer wird Siebter

Der deutsche Meister Hendrik Pfeiffer läuft beim Comeback des Frankfurt-Marathons auf Platz sieben. Die WM-Norm kann er nicht knacken. In New York will er in einer Woche wieder rennen - aus Spaß!
Die deutschen Marathonläufer Hendrik Pfeiffer (l.) und Thea Helm kurz vor dem Start an der Messe. © Hannes Albert/dpa

Henrik Pfeiffer ist beim Frankfurt-Marathon auf den exzellenten siebten Rang gelaufen, aber nicht am Ziel seiner WM-Träume angekommen. «Ich bin megaglücklich und zufrieden. Platz sieben in Frankfurt hat man gern auf der Visitenkarte stehen», kommentierte der 29 Jahre alte deutsche Meister am Sonntag nach seiner Ankunft in der Festhalle in 2:11:28 Stunden. Damit verpasste er jedoch die anvisierte Norm für die Weltmeisterschaft 2023 in Budapest (2:09:40 Stunden) klar. «Die 2:09 werden früher oder später fallen», betonte Pfeiffer.

Temperaturen um 20 Grad Celsius machten dem Wattenscheider auf dem letzten Viertel der Strecke extrem zu schaffen. «Ich habe über die letzten zehn Kilometer Zeit verloren, aber ich bin nicht eingebrochen und habe nicht resigniert, weil ich viele Läufer überholen konnte», berichtete Pfeiffer. «Die Rolle des Jägers habe ich gut ausgefüllt.»

Für den Olympia-Teilnehmer von Tokio war es schon der vierte Marathon in diesem Jahr. Bei der EM in München landete er zuletzt auf Platz 24 und mit dem Team auf dem Silberrang. Nun will er in New York noch einen laufen - in nur einer Woche in Manhattan! Nachdem die Amerikaner abgelehnt hatten, ihn im Elitefeld starten zu lassen, entschied er sich für Mainhattan. Da er aber die Reise schon gebucht hat, wird er in New York aus Spaß antreten. «40 Kilometer zu joggen, geht immer. Ich will es genießen und ob ich 3:30 oder 3:40 Stunden laufe, ist egal», sagte er.

Der in Eritrea geborene eingebürgerte Filimon Abraham musste auch den zweiten Marathon seiner Karriere vorzeitig abbrechen. Bereits beim Debüt im Frühjahr in Hamburg hatte er aufgegeben.

Thea Heim, seine Vereinskollegin bei der LG Telis Finanz Regensburg und mit der schnellsten Bestzeit als Deutsche im Starterfeld, konnte das Rennen ebenfalls nicht beenden. Zwischen Kilometer 25 und 30 Kilometern hatten sie Seitenstiche geplagt, zudem war ihr schwindelig geworden. Wegen einer Erkältung musste kurzfristig Laura Hottenrott aus Kassel absagen. Überraschend konnte sich deshalb Corinna Coenning vom TSV Glems 1896, die in 2:40:48 Stunden als Zehnte ins Ziel kam, als beste Deutsche feiern lassen.

Alle sechs ersten Plätze bei den Männern und Frauen sicherten sich afrikanische Läufer. Brimin Kipkorir Misoi siegte in 2:06:11 Stunden vor seinem kenianischen Landsmann Samwel Nyamai Mailu (2:07:19), der als engagierter Tempomacher bis ins Ziel durchlief. Dritter wurde der Äthiopier Derese Gelelta Ulfata (2:07:30). Bei den Frauen gab es einen kenianischen Dreifach-Erfolg: Sally Kaptich kam in 2:23:11 Stunden als schnellste Läuferin ins Ziel. Zweite wurde Helah Kiprop (2:24:40 Stunden) vor Jackline Chepngeno (2:25:14).

Nach zweijähriger Corona-Zwangspause sind bei der 39. Auflage des ältesten City-Marathons rund 11 700 Läufer auf die Strecke gegangen. Insgesamt hatten etwa 20 000 Teilnehmer für alle Wettbewerbe, inklusive der Staffeln, gemeldet. An der Strecke sollen nach Angaben des Veranstalters 300 000 Zuschauer gewesen sein. «Es war ein erfolgreicher Tag», bilanzierte Rennleiter Jo Schindler nach dem Re-Start, allerdings bei zu großer Wärme: «Wir haben einen Sommermarathon im Herbst gehabt.»

© dpa
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