Weihnachtsmarkt ja, aber ohne Eisbahn: Energie sparen

Die Städte wollen Schwimm- und Sporthallen auch im Winter geöffnet halten - wegen der Energiekrise könnte es dort aber etwas kühler sein als gewohnt. Auch Weihnachtsmärkte soll es geben, jedoch weniger üppig beleuchtet als sonst.
Zwei Frauen stoßen mit Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt an. © Christoph Schmidt/dpa/Symbolbild

Angesichts des drohenden Gasmangels im Winter hat der hessische Städtetag ein Energiesparpaket beschlossen. Demnach sollen unter anderem Weihnachtsmärkte zwar stattfinden - aber mit eingeschränkter Beleuchtung und ohne Eislaufbahnen, wie der Verband am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte. «Wir sind nicht glaubwürdig, wenn wir die Bevölkerung zum Energiesparen auffordern und dann in der kalten Jahreszeit Energie in Freizeiteinrichtungen unnötig verprassen», erklärte Städtetagspräsident und Fuldas Oberbürgermeister Heiko Wingenfeld (CDU).

Die Schwimmhallen sollen nach bisherigen Plänen geöffnet bleiben, jedoch werde die Wassertemperatur bis 24 Grad abgesenkt. Auch der Betrieb in Sporthallen soll weitergehen, ebenfalls bei reduzierten Raumtemperaturen von 15 bis maximal 17 Grad. In weiterführenden Schulen sollen die Räume nach den Plänen der Städte auf höchstens 19 Grad geheizt werden. Dies sei auch die Höchsttemperatur in öffentlichen Gebäuden.

Je nach Corona-Lage könnten Luftreinigungsgeräte abgeschaltet werden, wie aus der Auflistung der Energiesparmaßnahmen hervorgeht. Zwischen den Jahren sollen die kommunalen Dienstgebäude - mit Ausnahme der Bürgerdienste - soweit möglich geschlossen bleiben und Mitarbeiter von zu Hause aus arbeiten.

Der Energiesparplan sieht außerdem vor, dass die Rasenheizung bei Fußballspielen und im Training zumindest in der Spielpause abgeschaltet wird. Die Kommunen planen zudem kurzfristige Aufklärungskampagnen, um Bürger, Mieter und Betriebe für das Thema «Energiesparen» zu sensibilisieren. Mittelfristig will der Städtetag erreichen, dass die Straßenbeleuchtung weiter auf energiesparende LED-Leuchten umgestellt wird.

Der Katalog mit insgesamt 16 Maßnahmen sei eine «Momentaufnahme», betonte Städtetagspräsident Wingenfeld. Die Vorgaben würden dynamisch an die Entwicklung des Winters angepasst. Der Städtetag forderte das Land auf, einen Schutzschirm für die hessischen Stadtwerke zu spannen, um krisenbedingte Probleme auszugleichen.

© dpa
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