Prozess um Überfall auf Kiosk eröffnet: Sechs Angeklagte

An einem Kiosk im Frankfurter Ostend fallen mehrere Schüsse, Hintergrund des Überfalls sind offenbar Auseinandersetzungen von zwei verfeindeten Gruppen. Nun arbeitet ein Gericht das Geschehen auf.
Das Landgericht in Frankfurt am Main. © Boris Roessler/dpa

Mit der Verlesung der Anklage hat vor dem Landgericht Frankfurt der Prozess um einen Überfall mit Schusswaffen auf einen Kiosk im Frankfurter Ostend begonnen. Auf der Anklagebank sitzen seit Dienstag sechs Männer im Alter von 22 bis 39 Jahren. Drei von ihnen wollen sich an den kommenden Verhandlungstagen zur Sache einlassen. Angeklagt sind die beiden mutmaßlichen Haupttäter wegen versuchten Totschlags, schweren Landfriedensbruchs und diverser Waffendelikte, die restlichen vier Angeklagten wegen Beihilfe zum Totschlagsversuch und schweren Landfriedensbruch. Alle sechs Angeklagten sind in Untersuchungshaft.

Der Überfall ereignete sich in der Nacht zum 29. Januar 2021. Die beiden Hauptangeklagten sollen in dessen Verlauf insgesamt elf Schüsse abgegeben haben, dabei wurde niemanden verletzt. Gleichwohl geht die Staatsanwaltschaft infolge der Gefährlichkeit von einem bedingten Tötungsvorsatz aus. Die beiden Schützen hätten den möglichen Tod eines Gegners billigend in Kauf genommen.

Hintergrund des Überfalls, den die Polizei mit einem Großaufgebot von Beamten beendete, waren offenbar Streitigkeiten zwischen zwei Gruppen. Insgesamt 30 Personen waren in der Tatnacht in einer Kolonne von acht Fahrzeugen zum Tatort gefahren, wo sich die Betreiberfamilie des Kiosks rasch in dem Laden einschloss. Kurz darauf fielen auf der Straße die Schüsse - sechs aus der Waffe eines 23-Jährigen, fünf aus der des 30-Jährigen. Die Passivität der übrigen vier Angeklagten wurde von der Staatsanwaltschaft als Beihilfe eingeordnet.

Die Schwurgerichtskammer steht vor einer umfangreichen Beweisaufnahme. Sollten keine Geständnisse abgelegt werden, werde eine bislang noch unbekannte Zahl an Zeugen geladen, ließ der Vorsitzende Richter erkennen. Geständige Einlassungen hätten deshalb nicht nur eine Verfahrensverkürzung sondern auch mildere Strafen zur Folge, hieß es nach der Verlesung der Anklageschrift. Bislang hat die Strafkammer 13 Verhandlungstage bis Ende August terminiert.

© dpa
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