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Keiner muss draußen schlafen: Hilfe für Obdachlose im Winter

Für obdachlose Menschen werden in der kommenden Jahreszeit die Probleme größer: Wo sollen sie bei der Kälte schlafen? Ein warmes Bett wird ihnen von Städten und Hilfsorganisationen angeboten.
Kältehilfe
Ein Obdachloser hält einen Becher Tee in der Hand. © Christophe Gateau/dpa/Symbolbild

Die Stadt Frankfurt verstärkt in den kommenden Wochen und Monaten ihre Hilfsangebote für obdachlose Menschen. «In Frankfurt muss niemand auf der Straße schlafen. Wir haben ausreichend Angebote», sagte Sozial- und Gesundheitsdezernentin Elke Voitl (Grüne) am Donnerstag. Bereits seit Anfang der Woche fährt der Kältebus durch die Frankfurter Stadtgebiete und versorgt Obdachlose mit dem Nötigsten - sei es ein Schlafsack oder warmer Tee.

«Wir wissen, dass obdachlose Frauen besonders geschützt werden müssen», sagte Karin Kühn, Leiterin des Bereichs Diakonische Dienste der Diakonie Frankfurt und Offenbach. «Oftmals leben Frauen auf der Straße, weil sie Gewalt erfahren haben.» Aus Angst ziehen sie sich meist an abgelegene Plätze zurück, da sie sich dort sicherer fühlen.

Um obdachlose Frauen in der bevorstehenden Winterzeit zu schützen, stehen für sie im «Zentrum für Frauen» ab Mitte November Übernachtungsmöglichkeiten bereit. In der Einrichtung, in der nur Frauen arbeiten, können die Obdachlosen außerdem Beratungsangebote in Anspruch nehmen. Aktuell leben circa 250 Obdachlose in Frankfurt, davon fast 50 Frauen.

Auch in anderen hessischen Städten werden vor allem in der kalten Jahreszeit den Menschen Notschlafplätze angeboten. Niemand müsse auf der Straße übernachten, hieß es etwa aus Darmstadt, allen Menschen werde ein warmes Bett angeboten. Dort hatte die Zahl der obdachlosen Menschen jahrelang bei etwa 200 gelegen, mittlerweile ist sie auf rund 290 gestiegen.

In Kassel wird die Zahl der Obdachlosen auf rund 150 Menschen geschätzt. Bis zu zehn Notschlafplätze stellt die Stadt zur Verfügung. Hinzu kommen die Angebote von zwei Hilfsorganisationen, die unter anderem in Containern von der Stadt finanzierte Schlafplätze anbieten. Letztes Jahr sei zudem ein Projekt gestartet worden, das Menschen bei der Anmietung von Wohnraum unterstütze, hieß es von der Verwaltung.

In der Landeshauptstadt Wiesbaden ist die Zahl der Obdachlosen nicht bekannt. Für Menschen, die kein Dach über dem Kopf haben, gibt es ebenfalls kostenlose Übernachtungsmöglichkeiten. «Plätze für Männer bietet dabei das Wohnheim der Heilsarmee, Frauen werden gesondert untergebracht», teilte die Stadt mit.

© dpa
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