Medizinstudienplatzvergabe: Länder suchen Lösung nach Panne

Wegen falsch vergebener Medizinstudienplätze an der Goethe-Universität in Frankfurt am Main ist die zentrale Webseite für Studienplatzbewerbungen zunächst teilweise gesperrt worden. Auf das Bewerbungsportal der Seite Hochschulstart.de, die von der Stiftung für Hochschulzulassung betrieben wird, kann voraussichtlich erst wieder ab kommenden Mittwoch zugegriffen werden. Wie die Stiftung, die für die bundesweite Vergabe der Studienplätze in Medizin, Tiermedizin, Zahnmedizin und Pharmazie zuständig ist, am Freitag mitteilte, wird das Verfahren für etwa 17.800 Bewerberinnen und Bewerber auf Nachrückplätze zunächst ausgesetzt.
Ein Mann legt in einem Raum einer Medizinischen Fakultät ein Stethoskop neben eine Reanimationspuppe. © Friso Gentsch/dpa/Symbolbild

Hintergrund ist ein Übermittlungsfehler der Universität in Frankfurt, der weite Kreise zieht. Die Hochschule hatte der Stiftung deutlich mehr Studienplätze gemeldet als sie hat. Die Folge: 251 Bewerber für Medizin und 31 Bewerber für Zahnmedizin konnten sich zunächst über eine Studienplatzzusage freuen und waren bitter enttäuscht, nachdem der Fehler bemerkt und die Zusage wieder zurückgenommen wurde.

Nun wird nach einer Lösung gesucht, wie die Betroffenen eventuell noch als Nachrücker einen Platz bekommen könnten, ohne dass andere, die sich ebenfalls als Nachrücker bewerben oder beworben haben, benachteiligt werden. Die Kultusministerkonferenz teilte am Freitag mit, die Bundesländer schöpften in einem gemeinsamen Vorgehen alle Möglichkeiten aus, um den Betroffenen zu helfen und ein rechtssicheres Vergabeverfahren zu gewährleisten.

Man arbeite mit Hochdruck daran, Möglichkeiten zu finden, dass berechtigte Studienwünsche erfüllt würden, sagte Holger Burckhart, Stiftungsratsvorsitzender der Stiftung für Hochschulzulassung. «Das Vergabeverfahren der Länder und die technischen Abläufe für das Bewerbungsverfahren sind jedoch stark formalisiert und sehr komplex, und es ist zu berücksichtigen, dass alle am Nachrückverfahren Teilnehmenden ein Recht auf ein faires Verfahren haben.» Ob wirklich alle 282 Betroffenen einen Studienplatz bekämen, sei zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht absehbar, hieß es in der Mitteilung auch.

© dpa
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