Zulassungspanne an Frankfurter Uni: Verfahren abgeschlossen

Nach der Zulassungspanne an der Goethe-Universität sind nahezu alle Bewerber untergekommen - wenn auch nicht unbedingt in Frankfurt.
Der Schriftzug «Johann Wolfgang Goethe-Universität» ist über dem Eingang zum Hauptgebäude zu lesen. © Frank Rumpenhorst/dpa/Archivbild

Nach Wochen der Unsicherheit haben fast alle Betroffenen einer Zulassungspanne der Frankfurter Goethe-Universität einen Studienplatz für Medizin oder Zahnmedizin erhalten. 133 der ursprünglich 282 Zurückgewiesenen hat die Hochschule selbst aufgenommen, wie die Goethe-Universität am Mittwoch berichtete. Einige bekamen demnach einen Platz in einer anderen Stadt. Drei Kandidaten bot die Goethe-Universität an, sich für ein anderes Studienfach einzuschreiben. Sieben Bewerber können ihr Medizinstudium im Wintersemester 2023/24 in Frankfurt antreten.

Durch einen Übermittlungsfehler hatte die Universität der Stiftung für Hochschulzulassung, die bundesweit die Plätze vergibt, zu viele freie Plätze gemeldet. Dadurch bekamen 251 Bewerber für Medizin und 31 Bewerber für Zahnmedizin zunächst eine Zusage, die dann aber widerrufen wurde. Damit sie doch studieren können, bedurfte es eines aufwendigen, bundesweiten, gestaffelten Verfahrens, das laut Goethe-Universität nun zu einem Abschluss gebracht wurde.

Bereits im September waren zunächst allen abgewiesenen Bewerbern der Zahnmedizin Studienplätze angeboten worden. Danach kamen 161 Kandidaten einer ersten Gruppe über die Stiftung für Hochschulzulassung zum Zug. Nun wurde laut Hochschule auch für die verbleibenden 90 Kandidaten der zweiten Gruppe eine Lösung gefunden. Universitätspräsident Enrico Schleiff dankte den Betroffenen für ihre Geduld: «Ich bitte Sie nochmals um Verzeihung.»

Wissenschaftsministerin Angela Dorn (Grüne) dankte den Hochschulen, die noch freie Studienplätze gemeldet hatten, für ihre «solidarische Unterstützung» - vor allem der Justus-Liebig-Universität Gießen, die 32 Betroffenen einen Studienplatz in Medizin anbot. «Die Goethe-Universität hätte den Fehler nicht alleine bewältigen können», sagte die Ministerin.

© dpa
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