Zu viele Studienplätze vergeben: Widerspruch angekündigt

Einen Studienplatz für Medizin zu bekommen ist alles andere als leicht. Um so größer der Schock, als 282 bereits zugelassene Bewerber wieder ausgeladen wurden. Die Universität verspricht Hilfe.
Eine Frau spiegelt sich in einer Gebäude-Fassade auf dem Campus Westend der Goethe-Universität. © Andreas Arnold/dpa/Archivbild

Die Goethe-Universität hat die Zusage für mehrere Hundert Medizin- und Zahnmedizin-Studienplätze zurückgezogen und will nun alles in ihrer Macht Stehende tun, um den Betroffenen zu helfen. Wie der Hessische Rundfunk berichtete, wollen einige der Ausgeladenen Widerspruch einlegen. Im kommenden Wintersemester gibt es in Frankfurt 421 Plätze für Medizin oder Zahnmedizin. Durch eine Panne wurden laut Hochschule aber 282 weitere Zusagen verschickt.

Die Hochschule hatte die Panne am Freitag selbst öffentlich gemacht. Grund war ein «Übermittlungsfehler» bei der Zahl der Nachrückerplätze an die Stiftung für Hochschulzulassung. Die Stiftung vergibt bundesweit die Studienplätze in diesen Fächern. Die Universität informierte die Betroffenen zunächst per Mail, später schriftlich per «Rücknahmebescheid» über den Fehler.

Die Goethe-Universität zeigte sich «sehr betroffen»: Sie werde alles in ihrer Macht Stehende tun, um die Betroffenen zu unterstützen. Mehr Studierende aufzunehmen als Kapazitäten vorhanden sind, ist der Hochschule zufolge nicht möglich: Unter solchen Bedingungen wäre ein ordnungsgemäßes Studium für alle unmöglich. «Die Betroffenen haben derzeit die Möglichkeit, sich über die E-Mail-Adresse zsb-nawi@uni-frankfurt.de zu melden», sagte ein Sprecher am Dienstag.

Einige Betroffene sagten dem Hessischen Rundfunk (hr), dass sie Widerspruch einlegen wollen. Wie viele sich bereits zu diesem Schritt entschieden haben, konnte die Universität am Dienstag noch nicht sagen. Laut Rücknahmebescheid haben sie einen Monat Zeit, die Entscheidung anzufechten.

Die Uni will sicherstellen, dass sich der Vorfall nicht wiederholt: «Wir werden den gesamten Prozess mit externer Hilfe analysieren, um solche Fehler künftig auszuschließen», sagte der Sprecher.

© dpa
Weitere News
Top News
Internet news & surftipps
Netflix: Doku über Harry und Meghan: Eine Eskalation in sechs Teilen
Sport news
NBA: Wagner-Brüder jubeln in Orlando: Sieg nach Verlängerung
Musik news
Kultur: Benefizkonzert in Hamburg für den Nachwuchs
Internet news & surftipps
Politik: Meta untersagt Diskussion strittiger Themen am Arbeitsplatz
People news
Leute: Komiker Roberto Benigni bei Papst Franziskus
Familie
Energiespartipp: In der Weihnachtsbäckerei: Den Ofen effizienter nutzen
Auto news
Kein Versicherungsschutz: Vorsicht bei Hoverboards und Co.
Games news
Neunte Generation: Pokémon «Karmesin» und «Purpur»: Die Monsterjagd geht weiter
Empfehlungen der Redaktion
Regional hessen
Hochschulen: Studienplatz-Zusage widerrufen: Uni und Land unter Druck
Regional hessen
Goethe-Universität: Zulassungspanne an Frankfurter Uni: Verfahren abgeschlossen
Inland
Goethe-Universität: Medizin-Bewerber dürfen nach Panne doch studieren
Regional hessen
Goethe-Universität: Klage von Studenten nach Zulassungspanne: Uni mit Beschwerde
Regional hessen
Studienplatzvergabe: Zahnmedizin-Bewerber bekommen in Frankfurt doch Platz
Regional hessen
Goethe-Universität: Lösungsvorschlag nach Absage für knapp 300 Studierende
Regional hessen
Hochschulen: Medizinstudienplatzvergabe: Länder suchen Lösung nach Panne
Regional niedersachsen & bremen
Gesundheit: Ärztekammer: Deutliche Ausweitung der Medizinstudienplätze