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Gewerkschafts-Proteste: «Bildungskrise verschärft sich»

Lehrermangel, Unterrichtsausfall, Bildungsnot: Wenige Wochen vor der Landtagswahl rufen Schüler, Eltern und Gewerkschaft in fünf hessischen Städten zu Protesten auf. Sie richten konkrete Appelle an die Politik.
GEW
Mit einer Trillerpfeife der Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft (GEW), steht eine Frau bei einer Streikkundgebung. © Hendrik Schmidt/dpa

Angesichts der «desolaten Situation» an hessischen Schulen haben die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft und weitere Initiativen Demonstrationen angekündigt. So sollen zum Weltkindertag am Mittwoch kommender Woche (20. September) in Frankfurt, Kassel, Gießen, Fulda, und Darmstadt Protestaktionen organisiert werden, wie die GEW, der Landeselternbeirat und die Landesschüler*innenvertretung am Dienstag gemeinsam in Frankfurt mitteilten.

Die Proteste sind für den Nachmittag geplant, damit möglichst viele Schüler, Lehrer und Eltern, aber auch weitere Unterstützer teilnehmen könnten, erklärte der Vorsitzende der GEW Hessen, Thilo Hartmann.

«Gute Bildung für alle braucht Zeit. Das benötigte Geld für ein besser ausgestattetes Bildungssystem ist da. Es ist eine Frage des politischen Willens und der Verteilung des gesellschaftlichen Reichtums», hieß es. Mit Blick auf die hessischen Landtagswahlen am 8. Oktober wollen die Initiatoren durchsetzen, dass das Thema Bildung in der nächsten Legislaturperiode neu ausgerichtet wird. «Die Bildungskrise verschärft sich, auch in Hessen.»

Im aktuellen Wahlkampf spielt die Bildungspolitik eine zentrale Rolle. Zu den drängenden Problemen gehören etwa der Lehrkräftemangel und Unterrichtsausfall. Die Landesschüler*innenvertretung fordert zudem ein kostenfreies gesundes Mittagessen bei Ganztagsunterricht sowie ein kostenloses ÖPNV-Schülerticket. «Das ist ein Beitrag zu mehr Klimaschutz und gleichzeitig ein Gebot der sozialen Gerechtigkeit!», sagte Landesschulsprecher Gaston Liepach.

Hessen sei ein Entwicklungsland, was die Bildungspolitik betreffe, sagte auch Volkmar Heitmann vom Landeselternbeirat. Und: «Der Bildungsetat soll um knapp zwei Prozent steigen. Bei einer Inflationsrate von sechs bis acht Prozent bedeutet das jedoch de facto ein deutliches Schrumpfen.»

Konkret soll es am nächsten Mittwoch in Frankfurt, Kassel, Gießen, Fulda Demonstrationszüge und Abschlusskundgebungen geben, in Darmstadt ist lediglich eine Kundgebung geplant. Die GEW wollte keine Schätzung abgeben, mit wie vielen Teilnehmenden gerechnet wird.

Unterstützt werden die Proteste auch von Hochschul- und Kita-Vertretern sowie vom bundesweiten Bündnis «Bildungswende jetzt!». Demnach sind am 23. September Demonstrationen in ganz Deutschland geplant.

© dpa
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