Eintracht erweitert Vorstand: Erneut Millionen-Verluste

Eintracht Frankfurt stellt sich in der Führung breiter auf. Philipp Reschke rückt in den Vorstand auf. Nach einem erneuten Millionen-Verlust stehen die Hessen vor allem wirtschaftlich vor großen Herausforderungen.
Ein Fußball liegt vor der Partie im Netz. © Friso Gentsch/dpa/Symbolbild

Mit der Erweiterung des Vorstandes hat Eintracht Frankfurt eine Woche nach dem Gewinn der Europa League auf die immer umfangreicher werdenden Herausforderungen im Profi-Fußball reagiert. Neben Vorstandssprecher Axel Hellmann, Finanzvorstand Oliver Frankenbach und Sportvorstand Markus Krösche arbeitet künftig auch Philipp Reschke im Führungsgremium des Bundesligisten. Der Vertrag des 49 Jahre alten Justiziars gilt zunächst bis 2025. Gleichzeitig verlängerten die Hessen den bis 2024 gültigen Vertrag mit Frankenbach vorzeitig um zwei Jahre. Krösche ist bis 2025 gebunden, Hellmann sogar bis 2027.

«Mit der Berufung von Philipp Reschke in den Vorstand tragen wir der rasanten Entwicklung der Eintracht Frankfurt Fußball AG und der Tochtergesellschaften Rechnung. Die Entscheidung zur Erweiterung des Vorstands wurde im Einvernehmen mit dem bestehenden Vorstand getroffen, um Teile ihrer bisherigen Verantwortungsbereiche in Anbetracht des enormen Wachstums des Unternehmens auf eine weitere Schulter zu verteilen», begründete Frankfurts Aufsichtsratschef Philip Holzer die Personalie.

Reschke soll sich um die Bereiche Recht, Fanbetreuung, Sicherheit, Spieltagsorganisation, Zuschauerservice, Merchandising und Personal kümmern. Zu seinen ersten Aufgaben wird die Aufarbeitung des Platzsturms nach dem Europa-League-Heimspiel gegen West Ham United gehören. Dafür drohen Sanktionen von Seiten der UEFA - von einer saftigen Geldstrafe bis hin zum Zuschauerausschluss.

Das kommt ungelegen, denn vor allem wirtschaftlich steht der Verein nach zwei Jahren Corona-Pandemie vor großen Herausforderungen. Trotz des Triumphes in der Europa League, wo rund 22 Millionen Euro eingenommen wurden, hat die Eintracht in der abgelaufenen Saison laut Finanzvorstand Frankenbach einen Verlust von etwa 23 Millionen Euro gemacht. In der Saison 2020/21 waren es sogar 36,1 Millionen Euro.

Die erstmalige Teilnahme an der Champions League kommt da gerade recht. «Wir haben wegen Corona in der letzten Saison schon vorher mit Verlusten kalkuliert - und dennoch investiert. Diese Verluste können wir jetzt verringern», sagte Frankenbach. Der Verein müsse sich aber auch mit Kapitalzufluss-Maßnahmen beschäftigen. «Denn keiner weiß, was durch Corona möglicherweise im Herbst erneut auf uns zukommt. Und weil wir nicht davon ausgehen können, die Gruppenphase in der Champions League einfach so zu überstehen.» Immerhin ist der Umsatz in dieser Saison wieder gestiegen - von etwa 160 Millionen Euro auf rund 235 Millionen Euro.

© dpa
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