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Exil-Russen haben wenig Hoffnung für Russland unter Putin

Russische Intellektuelle haben wenig Hoffnung auf eine positive Veränderung in Russland unter Putin. «Es gibt keine andere Chance, als dass Russland den Krieg gegen die Ukraine verliert. Wenn das nicht geschieht, sehe ich schwarz», sagte die russische Menschenrechtsaktivistin Irina Scherbakowa am Mittwoch auf der Frankfurter Buchmesse.
75. Frankfurter Buchmesse - Erster Fachbesuchertag
Claudia Roth (Bündnis 90/Die Grünen, l-r), Staatsministerin für Kultur und Medien, Michail Pawlowitsch Schischkin, russisch-schweizerischer Schriftsteller, Irina Scherbakowa, Menschenrechtsaktivistin aus Russland und Gründungsmitglied der Menschenrechtsorganisation Memorial, Dmitry Glukhovsky, Schriftsteller aus Russland, und Deniz Yücel, deutsch-türkischer Journalist, nehmen an der Veranstaltung «Hoffnung für Russland» auf der Frankfurter Buchmesse teil. Gastland der weltgrößten Bücherschau, die bis zum 22. Oktober 2023 stattfindet, ist im Jubiläumsjahr Slowenien. © Hannes P. Albert/dpa

Scherbakowa ist Gründungsmitglied der Menschenrechtsorganisation Memorial, die 2022 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet wurde. Russland sei eine Diktatur, aber keine Planwirtschaft. Die Marktwirtschaft gebe dem Regime zusätzliche «Standfestigkeit». Viele Menschen in Putins Umfeld hätten sagenhaften Reichtum anhäufen können, «und den werden sie verteidigen».

Der Exil-Russe und Beststellerautor Dmitry Glukhovsky glaubt, dass Putin mit dem Krieg auch junge Menschen mundtot machen wollte. «Die neue Generation stellte eine Bedrohung für das Putin-Regime dar». Putin habe sie «zurück in die Sklaverei» bringen müssen. «Putin regiert mit Angst.»

Der in der Schweiz lebende Autor Michail Schischkin hat ebenfalls nicht viel Hoffnung auf eine Wende zum Besseren im gegenwärtigen Russland. «Ich habe keine Hoffnung auf die politische Opposition im Land. Ich hoffe auf die kulturelle Opposition im Westen.» Derzeit könne die russische Kultur nur in der Emigration existieren.

Kulturstaatsministerin Claudia Roth (Grüne) betonte, «dass die russische Sprache nicht das Eigentum von Putin ist». Boykott-Aufrufe seien der falsche Weg. «Es gibt das andere Russland - und dem müssen wir seine Stimmen geben.»

© dpa
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