Feuer in Asylunterkunft: Polizei vermutet Brandstiftung

Bei einem Brand in einer Asylbewerberunterkunft in Hochheim ist nach Darstellung des Main-Taunus-Kreises in der Nacht zum Montag ein Schaden von mehreren Hunderttausend Euro entstanden. Fünf Bewohner mussten der Polizei zufolge wegen des Verdachts einer Rauchvergiftung untersucht werden. 19 Bewohner wurden nach Angaben des Kreises in einer anderen Unterkunft aufgenommen. 172 Menschen waren nach Polizeiangaben in der Gemeinschaftsunterkunft gemeldet, dem Kreis zufolge waren aber nur rund 140 Flüchtlinge dort untergebracht.
Feuerwehrleute und Bewohner stehen vor einer Asylbewerberunterkunft in Hochheim. © Jonas Kießling/Wiesbaden112/dpa

In einem Flur des mehrstöckigen Gebäudes war der Polizei zufolge ein Sofa in Brand geraten. Die Ermittler gehen von Brandstiftung aus, möglicherweise auch fahrlässiger. Ermittelt wird gegen einen ehemaligen Bewohner, der sich nach Angaben des Main-Taunus-Kreises unbefugt in der Unterkunft aufhielt und in der Nähe des Treppenhauses campiert haben soll. Mehrere Bewohner versuchten zunächst, den Brand zu löschen, bis die Feuerwehr eintraf. Das Treppenhaus der Gemeinschaftsunterkunft muss dem Kreis zufolge saniert werden. 22 Räume seien verraucht.

© dpa
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