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Erhöhte Belästigung durch Stechmücken erwartet

Werden die kleinen Quälgeister in dieser Saison noch zur Plage? Vorerst sei mit verstärktem Aufkommen von Stechmücken zu rechnen, sagen Experten. Sie bekämpfen die Brutstätten auch aus der Luft.
Stechmückenbekämpfung am Rhein
In Au am Rhein ist ein Hubschrauber im Einsatz, um mit einem biologischen Mittel Stechmücken zu bekämpfen. © Uli Deck/dpa/Archivbild

Mit einer erhöhten Belästigung durch Stechmücken ist in den nächsten Wochen nach Einschätzung der Kommunalen Aktionsgemeinschaft zur Bekämpfung der Schnakenplage zu rechnen. «Ohne die ausgedehnten Bekämpfungseinsätze in jüngster Zeit wäre die Situation deutlich schlimmer ausgefallen», teilten die in einem Verband organisierten Stechmückenjäger am Oberrhein am Dienstag mit. 

Aus den Auwäldern und aktuell mit Hochwasser gefluteten Flächen breiteten sich die Stechmücken stetig aus. «Auwaldstechmücken sind sehr wanderfreudig und können mehrere Kilometer täglich zurücklegen», hieß es.

In der Aktionsgemeinschaft, einem eingetragenen und als gemeinnützig anerkannten Verein mit Sitz in Speyer, haben sich mehr als 90 Kommunen in Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und Hessen zusammengeschlossen. Ihre Aufgabe ist es, die Vermehrung der Blutsauger - einschließlich derer, die Krankheiten übertragen - einzudämmen, um eine Plage zu verhindern. 

Die Arbeit der Experten mit dem Wirkstoff Bti, der Larven tötet, ist aufwendig: Am Boden schlagen sich die Verantwortlichen für die Bekämpfung der Auwaldstechmücken durchs Dickicht, aber viele Brutstätten müssen von der Luft aus behandelt werden. Hier werden Helikopter eingesetzt.

Die jüngsten Maßnahmen hätten zu einer deutlichen Reduzierung des Stechmückenaufkommens geführt, teilte der Verband mit. «Der vergangene Winter gilt als einer der nassesten der letzten 20 Jahre.» Eine große Zahl Larven habe ideale Brutbedingungen vorgefunden. 

Die Aktionsgemeinschaft zur Bekämpfung der Schnakenplage habe ihren Saisonstart deswegen zwei Wochen nach vorne verlegt und die Stichbelästigung in ortsnahen Wäldern größtenteils verhindern können. Lange Regenphasen im Mai und Juni hätten aber dazu geführt, dass die Experten nicht überall tätig werden konnten.

© dpa
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