Glasner will stressigen Herbst «mit Begeisterung angehen»

Für Eintracht Frankfurt geht es bis zur WM-Pause Schlag auf Schlag. 13 Spiele in sechs Wochen stehen auf dem Programm der Hessen. Für den Trainer ist das kein Grund zum Jammern.
Frankfurts Trainer Oliver Glasner gestikuliert. © Uwe Anspach/dpa/Archiv

Oliver Glasner versprühte vor dem Kräftemessen mit Bundesliga-Spitzenreiter 1. FC Union Berlin zum Start in einen stressigen Herbst große Vorfreude. «Wir sollten diese Phase mit einem Lächeln und mit Begeisterung angehen», appellierte der Trainer von Eintracht Frankfurt am Donnerstag an seine Spieler. Denen steht vor der Winter-WM in Katar eine Terminhatz mit sechs Englischen Wochen in Serie bevor. «Das Wichtigste ist, dass wir jetzt nicht jammern. Die Jungs sind hochprofessionell und in einer sehr guten Verfassung. Wir werden ihnen auch den einen oder anderen freien Tag geben, um wieder die nötige Energie und den nötigen Fokus zu bekommen», betonte Glasner.

Im Duell mit den «Eisernen» aus der Hauptstadt in der ausverkauften Frankfurter Arena an diesem Samstag (15.30 Uhr/Sky) wollen die Hessen ihre Heimschwäche ablegen und drei Punkte verbuchen. Von den bisher 13 Bundesligapartien vor eigener Kulisse in diesem Kalenderjahr wurden gerade einmal zwei gewonnen. «Vielleicht gehen wir mit zu großen Erwartungen in die Heimspiele und setzen uns damit ein Stück weit unter Druck», mutmaßte Glasner. «Es wird wichtig sein, das auszublenden. Wir müssen uns auf unsere Leistung konzentrieren, denn wir wollen zu Hause schon ein paar Pünktchen mehr holen.»

Die in dieser Saison noch ungeschlagenen Berliner werden es den Frankfurtern bei der Generalprobe für das Champions-League-Gruppenspiel gegen Tottenham Hotspur am kommenden Dienstag jedoch nicht leicht machen. «Union ist eine clevere Mannschaft. Sie agieren sehr kompakt und sind mit die beste Umschaltmannschaft», sagte Glasner über den Rivalen. «Es wird schwierig sein, Räume zu kreieren und gleichzeitig nicht Konter zu kassieren. Und es bedarf an Effektivität vor dem Tor.»

Verzichten muss der 49 Jahre alte Fußball-Lehrer mit großer Wahrscheinlichkeit auf Defensivspieler Kristijan Jakic. Der 25-Jährige laboriert an einer Entzündung in der Hüfte. «Hinter seinem Einsatz steht ein großes Fragezeichen. Er hat seit fast zwei Wochen nicht trainiert», berichtete Glasner. Definitiv nicht zur Verfügung steht Rechtsverteidiger Almamy Touré. Der zuletzt verletzte Franzose fällt wegen eines Infekts aus. Dafür sind die Linksverteidiger Luca Pellegrini und Christopher Lenz wieder ins Training zurückgekehrt. «Im Großen und Ganzen schaut die Personalsituation gut aus», sagte Glasner.

Denn auch Kapitän Sebastian Rode kann wieder voll mitmischen. «Er hat die Länderspielpause gut genutzt. Es freut mich, dass Sebastian jetzt relativ stabil und fit ist», sagte Glasner. «Seine Erfahrung und Qualität tut uns gut.» Allerdings sei klar, dass der 31-Jährige nicht alle 13 Spiele bis zur WM-Pause absolvieren werde. «Bei ihm werden wir auch mal weiterdenken müssen, dass wir ihm eine Pause geben, weil es sonst drei Tage später bei ihm nicht reicht», sagte Glasner. Gegen Union wird Rode aber definitiv auflaufen.

© dpa
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