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Ein totes Kalb, zwei tote Wölfe und ein neues Wolfspaar

Der Wolf ist auch in Hessen zurück. Experten melden neue Entdeckungen. Nicht alle freuen sich darüber.
Wolf
Ein Wolf läuft durch einen Wald. © Swen Pförtner/dpa/Symbolbild

Experten haben in jüngerer Vergangenheit in Hessen ein wohl von einem Wolf gerissenes Kalb, zwei tote Wölfe und ein neues Wolfspaar gemeldet. Das verendete Kalb wurde am 27. Oktober in Waldeck im Kreis Waldeck-Frankenberg zwar ohne genetische Wolfsspuren, aber mit Wolfskot unmittelbar daneben gefunden, wie das Wolfszentrum Hessen im Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) in Wiesbaden am Montag mitteilte.

Einen toten Wolf entdeckte ein amtlicher Wolfsberater am 28. Oktober bei Ludwigsau im Kreis Hersfeld-Rotenburg. Der Rüde stammte aus einem Rudel in Gederland in den Niederlanden. Er wurde am 7. Mai erstmals in Deutschland nahe dem nordrhein-westfälischen Lippetal nachgewiesen. Die genaue Todesursache soll noch ermittelt werden.

Der zweite Totfund war ebenfalls ein Rüde. Die Autobahnpolizei Bad Hersfeld meldete ihn laut dem HLNUG am 6. November. Der Wolf war auf der Autobahn 5 bei Alsfeld von einem Auto erfasst worden. Erstmals war er am 28. Februar bei Braunlage in Niedersachsen registriert worden.

Im Wolfsterritorium Butzbach im Wetteraukreis bekam unterdessen ein seit März 2022 hier nachgewiesener Rüde eine Gefährtin. Sie wurde im August und Oktober 2023 genetisch erkannt. Schon im Mai 2023 waren hier zwei Wölfe mit einer privaten Fotofalle erfasst worden. Woher die Wölfin stammt, bleibt vorerst unklar.

Das Verwaltungsgericht Kassel hatte kürzlich den vorläufigen Stopp des Abschusses zweier Wölfe in der Rhön bestätigt: Die erteilte Abschussgenehmigung sei rechtswidrig. Die beiden Tiere hatten im hessisch-bayerischen Grenzbereich der Rhön mehrere Nutztiere gerissen.

Wölfe hatten im heutigen Hessen mehr als eineinhalb Jahrhunderte als ausgerottet gegolten. Mittlerweile haben sich die scheuen und geschützten Beutegreifer hier wieder etabliert - zum Ärger von Weidetierhaltern.

© dpa
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