Merck bleibt auf Wachstumskurs: Jahresprognose erhöht

Merck schaut zufrieden auf das zweite Quartal, alle Unternehmensbereiche haben zum Wachstum beigetragen. Auch für das gesamte Jahr ist das Management nun zuversichtlicher.
Fahnen des Darmstädter Chemie- und Pharmaunternehmens flattern im Wind. © Andreas Arnold/dpa/Archivbild

Der Pharma- und Chemiekonzern Merck KGaA hat im zweiten Quartal seinen Schwung vom Jahresanfang mitgenommen. Außerdem profitierte der Konzern von Währungseffekten, weshalb das Management zuversichtlicher für das Gesamtjahr wird. Umsatz, bereinigtes operatives Ergebnis und der Gewinn je Aktie sollten besser ausfallen als bislang gedacht, teilte der Konzern am Donnerstag mit. Die Prognose für das Wachstum von Umsatz und bereinigtem operativen Ergebnis aus eigener Kraft bestätigten die Darmstädter.

Den Jahresumsatz sehen sie nun bei 21,9 bis 23 Milliarden Euro, nach zuvor 21,6 bis 22,8 Milliarden. Vom Erlös sollen als bereinigtes Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (bereinigtes Ebitda) 6,75 bis 7,25 Milliarden Euro bleiben, nach 6,1 Milliarden im Vorjahr. Das sind jeweils 150 Millionen mehr als bislang avisiert.

Im zweiten Quartal haben laut Merck alle Unternehmensbereiche zum organischen Umsatzwachstum beigetragen. Treiber beim operativen Ergebnis war vor allem der Unternehmensbereich Life Science, wobei das in dem Segment verortete Geschäft mit Covid-19-Mitteln zurückging.

Konzernchefin Garijo zeigte sich insgesamt zufrieden: «Ein Rekordquartal bei Life Science, die gute Entwicklung unserer neuen Healthcare-Produkte und das zweistellige Wachstum von Semiconductor Solutions innerhalb von Electronics zeigen die Stärke unseres global diversifizierten Geschäfts.» Sie merkte in einer Telefonkonferenz auch an, dass Merck nicht besonders energieintensiv sei, für einen drohenden Gaslieferstopp aber durchaus Maßnahmen getroffen habe.

Im zweiten Quartal stieg der Konzernumsatz über 14 Prozent auf 5,6 Milliarden Euro, wobei auch hier Wechselkurseinflüsse begünstigten. Das bereinigte Ebitda stieg um gut 13 Prozent auf 1,8 Milliarden Euro, was einer Marge von 32 Prozent entspricht. Dabei konnte Merck einen Teil seiner gestiegenen Rohstoff- und Logistikkosten durch Preiserhöhungen weitergeben. Unter dem Strich entfällt auf die Aktionäre ein Quartalsgewinn von 867 Millionen Euro und damit 16 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

© dpa
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