Giffey und Ministerpräsident Rhein legen Blumen nieder

Der hessische Ministerpräsident Boris Rhein (CDU) und Berlins Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey (SPD) haben am Donnerstagabend Blumen für die Opfer der Todesfahrt in Berlin niedergelegt. «Ich empfinde ganz tiefe Trauer, wenn ich diesen Ort sehe, und mein Herz ist wirklich schwer, seitdem ich die Nachrichten erfahren habe», sagte Rhein. Ein Mensch habe «eine ganze Schule, einen ganzen Ort und vor allem eine ganze Familie» in eine Tragödie gestürzt.
Barbara Slowik Polizeipräsidentin, Polizei Berlin (l-r), Franziska Giffey (SPD), Regierende Bürgermeisterin von Berlin, und Boris Rhein (CDU), Ministerpräsident von Hessen, besuchen den Ort der Amokfahrt. © Fabian Sommer/dpa

An dem Ort in der Nähe des Berliner Breitscheidplatzes war am Mittwoch ein Mann mit einem Kleinwagen nacheinander in zwei Menschengruppen gefahren. Die Lehrerin einer Schulklasse aus dem nordhessischen Bad Arolsen starb. Mehrere dutzend Menschen wurden verletzt, darunter ein weiterer Lehrer und viele Schülerinnen und Schüler der Schule. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann Mord in einem Fall und versuchten Mord in 17 Fällen vor und will, dass er bis zum Prozess in einem psychiatrischen Krankenhaus bleibt.

Rhein lobte die professionellen Abläufe während des Einsatzes in der Hauptstadt. «Das hat den Menschen in Bad Arolsen, das hat den Schülern, das hat auch diesem Lehrerkollegium insgesamt einen großen Halt gegeben.» In seelsorgerischer Hinsicht werde nun alles getan, was möglich sei. Es sei zudem ein gut ausgestatteter Opferfonds» aufgelegt worden, der verhältnismäßig voraussetzungslos Auszahlungen vornehmen werde.

Ermittlungen müssten nun zeigen, ob hinter der Tat möglicherweise noch mehr stehe als die psychische Erkrankung des Fahrers, sagte Giffey. «Für uns war wichtig, dass wir hier gerade an diesem Ort wirklich aus den Lehren der Amoktat und dieses Anschlages aus 2016 gelernt haben.» Vieles sei seither anders organisiert worden, der Plan sei am Mittwoch «in vorbildlicher Weise» umgesetzt worden.

Der Ort befindet sich unweit der Gedächtniskirche am Breitscheidplatz in Berlin-Charlottenburg. Dort war im Dezember 2016 ein islamistischer Attentäter in einen Weihnachtsmarkt gefahren.

© dpa
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