Gesellschafter installieren Erklärung zum documenta-Eklat

Als Reaktion auf die Antisemitismus-Vorwürfe gegen die documenta fifteen in Kassel haben die Gesellschafter der Ausstellung am Dienstagabend Monitore installiert, auf denen in Englisch und Deutsch eine Erklärung zum Umgang mit der Kritik zu lesen ist. Wie die Stadt Kassel und das Land Hessen darin mitteilen, sollen auf den zwei Bildschirmen im Ruruhaus - einem zentralen Gebäude auf der Weltkunstschau - auch die Beiträge der sieben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zu lesen sein, die bei der Aufarbeitung des Eklats beraten sollen.
Ein Bildschirm ist im Fenster des Ruru-Hauses zu sehen. © Uwe Zucchi/dpa

«Im Sinne einer offenen Meinungsbildung werden wir die Beiträge der fachwissenschaftlichen Begleitung, die sich Ende Juli konstituiert hat, an dieser Stelle öffentlich machen», heißt es in der Erklärung. «Diese vertiefte Analyse soll den Besucher*innen gemeinsam mit den Beiträgen der Künstler*innen und Kurator*innen eine eigene Meinungsbildung ermöglichen.»

Bereits seit Jahresbeginn kursieren Antisemitismus-Vorwürfe gegen die documenta. Kurz nach der Eröffnung der Ausstellung war ein Banner mit judenfeindlichen Motiven entdeckt und abgebaut worden. Zuletzt sorgten als antisemitisch kritisierte Darstellungen in einer Broschüre für eine Welle der Kritik.

Die Gesellschafter hatten angesichts der Vorwürfe ein Expertengremium aus sieben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern benannt, das die Weltkunstschau in den kommenden Monaten fachwissenschaftlich begleiten soll. Die wissenschaftliche Analyse der Kunstwerke auf der documenta fifteen, mit Hinweisen auf mögliche antisemitische (Bild-)Sprache, solle noch während der laufenden Ausstellung geschehen, kündigten die Stadt Kassel und das Land Hessen Ende Juli an. Die Hauptarbeit der Experten werde über den Ausstellungszeitraum der documenta fifteen hinausreichen, da auch vertiefende wissenschaftliche Studien initiiert werden könnten.

© dpa
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