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Abscheu nach Angriff auf Israel: «Eskalation der Gewalt»

Militante Palästinenser beschießen Israel und verschleppen Menschen in den Gazastreifen. Im Nahen Osten eskaliert die Gewalt. In Hessen führt dies zu scharfer Kritik.
Kundgebung
Mehrere Hundert Menschen beteiligen sich an einer pro-israelischen Solidaritätskundgebung auf dem Römerberg. © Boris Roessler/dpa

Der überraschende Großangriff militanter Palästinenser auf Israel hat in Hessen für Kritik und Abscheu gesorgt. «Der grausame Angriff auf Israel ist auf das Schärfste zu verurteilen», sagte Landtagspräsidentin Astrid Wallmann (CDU) am Sonntag. Hessen stehe eng und solidarisch an der Seite Israels. Die Gedanken seien bei unseren israelischen Freunden und natürlich ganz besonders bei den vielen Opfern, Verletzten und Vermissten sowie ihren Angehörigen.

Bei den Kämpfen mit der islamistischen Hamas seit Samstag kamen auf beiden Seiten bislang Hunderte Menschen ums Leben. Dutzende Menschen wurden in den Gazastreifen verschleppt, darunter auch Frauen, Kinder und alte Menschen. Die Hamas wird von der EU, den USA und Israel als Terrororganisation eingestuft.

«Die schrecklichen Bilder des Hamas-Terrors aus Israel machen mich tief betroffen», sagte der hessische Antisemitismusbeauftragte, Uwe Becker. «Tausende von Raketen aus dem Gaza-Streifen auf israelische Familien, die brutale Ermordung von Zivilisten, die Entführung von Kindern, Frauen und Männern in den Gazastreifen, all dies stellt die schlimmsten Angriffe auf Israel in den zurückliegenden Jahren dar», sagte er und bezeichnete den Angriff als babarischen Akt. Während in Israel Menschen umgebracht würden, verteilten Unterstützer des Terrors in Deutschland Süßigkeiten auf der Straße. Es brauche in Deutschland endlich ein Verbot anti-israelischer Hetze.

Der Fuldaer Bischof Michael Gerber zeigte sich erschüttert angesichts der Eskalation der Gewalt. «Die terroristischen Angriffe der Hamas auf die Zivilbevölkerung in Israel sind durch nichts zu rechtfertigen. Sie fördern eine Eskalation der Gewalt», sagte er.

«Die polizeilichen Schutzmaßnahmen für Einrichtungen des jüdischen Lebens sind in Hessen auf einem dauerhaft hohen Niveau», teilte das Innenministerium am Sonntag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. So würden Objekte, in denen jüdisches Leben stattfindet und weitere jüdische Einrichtungen durch die Polizei dauerhaft nach individuellen Konzepten geschützt. Die Gefährdungsbewertungen für solche Einrichtungen würden laufend aktualisiert und Schutzmaßnahmen entsprechend angepasst. Angesichts der Kampfhandlungen habe die Polizei bereits am Samstag den Austausch mit dem Landesverband der jüdischen Gemeinden in Hessen gesucht.

Rund 150 bis 200 Menschen versammelten sich am Samstag aus Solidarität mit Israel auf einer Kundgebung in Frankfurt. Am Rande der Demonstration habe es auch ein Wortgefecht zwischen pro-palästinensischen und pro-israelischen Menschen gegeben, sagte ein Polizeisprecher am Abend. Zudem habe jemand Pfefferspray gesprüht. Es habe vier Festnahmen zur Identitätsfeststellung gegeben. Dennoch sei die Kundgebung «größtenteils friedlich» gewesen.

Auf Plakaten war «Israel muss sich verteidigen» zu lesen, zudem waren auf dem Römerberg mehrere Israelfahnen zu sehen. «Die Zeit der Lippenbekenntnisse ist vorbei», sagte einer der Organisatoren der Demonstration, wie eine dpa-Reporterin vor Ort berichtete. Andere sprachen von der Sorge um Angehörige in Israel.

Grünen-Chef Omid Nouripour sagte, es sei eine Selbstverständlichkeit, auch im Wahlkampf ein gemeinschaftliches Signal aller demokratischen Parteien zu senden. «Israel ist seit '48 dazu verdammt, militärisch immer stärker sein zu müssen als die Nachbarn, die die Existenz nicht anerkannt haben», sagte er. «Und es ist unsere verfluchte Verpflichtung, alles dafür zu tun, damit diese Überlegenheit bleibt und damit die Raketen aufhören zu fliegen.»

© dpa
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